Wenn man heute gewisse private Fernsehsender ansieht, wird man ständig von Werbung für Klingeltöne und Handyspiele unterbrochen. Beispielsweise kann man sich die neuesten Songs aus den aktuellen Charts direkt aufs Handy laden, oder natürlich sehr schöne Bilder als Hintergrund per sms ordern. Das ganze kostet dann ohne das unwichtige Kleingedruckte auch nur schlappe 2,50€ und man gehört zu den angesagtesten Menschen der Welt, weil ab sofort ein betrunkener Elch aus dem Handy gröhlt.
Natürlich, später wird man sich nochmal darüber Gedanken machen, was denn da klitzeklein, verschwommen und halb verdeckt vom Frontgehäuse des Fernsehers unter dem super Angebot stand, aber dann hat man den ersehnten Klingelton ja bereits. Und das Abo läuft ja vermutlich nach einem Monat eh automatisch aus, oder? Natürlich nicht.
Man könnte natürlich auch die Musik legal im Internet für 90ct kaufen und aufs Handy laden, man könnte ganz auf nervige besoffene Elche und deren Kollegen (Küken, Biber und so weiter) verzichten, man könnte sich schöne Bilder bei Flickr suchen und vom PC auf das Handy überspielen.
Oder man surft mit der UMTS-Flatrate gleich mit dem Handy und spart so den Umweg über den PC.
Es ist doch interessant zu sehen, dass sich Unternehmen wie Jamba in Zeiten von USB-Verbindungen vom Handy zum PC, von Bluetooth und UMTS und nicht zu vergessen in Zeiten der Finanzkrise doch noch allein durch die Blödheit der Endanwender halten können.


Die ganzen jugendlichen Möchtegern-Gangster müssen sich ja auch irgendwie profilieren können. Wenn man Jamba & Co. nicht mehr hätte, könnte man selbige doch gar nicht mehr einwandfrei identifizieren!