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Artikel Tagged ‘Spam’

„Deine Meinung“ über die GEZ – Blog, Chat und Foren der Gebühreneinzugszentrale

2. Februar 2010 3 Kommentare

Jeder kennt die GEZ. Und fast jeder redet schlecht über die Institution, die die Rundfunkgebühren für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einzieht und verwaltet.
Bisher war die GEZ ziemlich unnahbar. Und wenn die Fahnder einmal an der Tür geklingelt haben, kamen sie auch immer wieder. Briefe an die GEZ wurden gekonnt ignoriert und im nächsten Jahr erneut eine Zahlungsaufforderung geschickt.

Dieses Image scheint die „Behörde“ nun aufbrechen zu wollen: Unter gez-meine-meinung.de bloggen Mitarbeiter und stellen sich Experten im Chat den Fragen der mehr oder weniger freiwilligen Kunden. Ebendiese Kunden können auch im Forum ihre Meinung kundtun und mit anderen über die GEZ diskutieren und sich austauschen.
So zumindest sieht die Theorie aus.

Über das Weblog kann man noch nicht viel sagen. Es soll von Mitarbeitern geschrieben sein, die ein wenig über ihren Arbeitgeber berichten. Allerdings erst seit gestern und in drei Artikeln, die nicht ganz un-probe-gelesen aussehen.
Auch über den Chat kann ich nichts sagen, ich habe ihn nicht getestet. Wäre aber interessant.

Über das Forum allerdings kann man recht viel sagen. Es ist ein Woltlab Burning Board, dem anscheinend jegliche Funktionen abhanden gekommen sind. Das ist ja auch eigentlich nebensächlich, lässt aber irgendwie darauf schließen, dass eine Kommunikation mit dem Nutzer nicht so richtig gewünscht ist.
Heute Mittag habe ich einmal reingesehen, das Forum bestand da eigentlich nur aus Spam. Anscheinend konnte man im Netz nicht wirklich jemanden auftreiben, der im Forum der GEZ sachlich über selbige diskutieren wollte.

Inzwischen hat das Forum „Öffnungszeiten“, in denen man Schreiben kann, damit die Moderation permanent mit dem löschen und moderieren von Posts nachkommt:

Unser Forum wird moderiert und hat „Öffnungszeiten“. Von Montag bis Freitag, zwischen 8 und 22 Uhr, können Sie mit Ihrer Meinung zur Diskussion beitragen und Ihre Einträge online stellen. Am Wochenende, an Feiertagen sowie außerhalb des angegebenen Zeitrahmens ist der Zugriff auf das Forum beschränkt: In diesem Zeitraum können Sie die Forums-Diskussion nachlesen, jedoch keine Beiträge hinzufügen.

Ich bin gespannt. Einerseits sehe ich es positiv, dass auch Unternehmen wie die GEZ ihre ersten Schritte ins soziale Netz wagen, andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass es sinnvollere Investitionen gibt, als ein Forum, das den gesamten Tag über gewartet und moderiert werden muss.
Weiterhin bin ich auch gespannt, ob dieses Projekt nicht irgendwann einfach so verschwindet und niemand weiß, wohin.

Translation Orgy: Übersetzen, bis der Arzt kommt…

22. Dezember 2009 Keine Kommentare

Wer des öfteren Spam-Mails in mehr als gebrochenem deutsch im Postfach hat, fragt sich vielleicht, wie man so extrem konsequent fehlerhaft übersetzen kann. Ganz einfach: Man nutzt maschinelle Übersetzer wie beispielsweise Google und übersetzt aus tropischen Sprachen ein paar mal hin und her, schon hat man feinstes Kauderwelsch.

Bei Ixiter fand ich vor einer Weile einen Artikel über eine Onlineapplikation von Nico Böhr, die es mit dem Übersetzen gleich wunderbar auf die Spitze treibt.
Die Seite mit dem wohlklingenden Namen „Translation Orgy“ übersetzt Sätze so lange aus dem deutschen ins japanische und zurück, bis von dem ersten Satz nicht mehr wirklich viel übrig ist.

Aus dem Satz „Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, eine schöne Bescherung und einen guten Rutsch ins neue Jahr!“ wird nach Nutzung von Translation Orgy folgendes:

1.
Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, eine schöne Bescherung und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

2.
Ich bin ein frohes Weihnachtsfest an alle Leser, ich möchte mit einem guten Rutsch ins neue Jahr mess!

8.
Leser, die Ruine zu meinem Weihnachten und Neujahr!

12.
Sie sind der Führer, mein Weihnachten und Neujahr Treat!

Das Endergebnis kann dann hier bestaunt werden:

Okay, Weihnachten und Neujahr sind noch im Endsatz enthalten, viel mehr aber auch nicht.

Kurioser Kommentarspam

11. Oktober 2009 8 Kommentare

Seit kurzem erreichen mich Trackbacks einer Internetseite, die aussieht wie eine Seite, die Klaviere und Flügel beschreibt und erklärt, auf der aber tatsächlich nicht wirklich viel zu sehen und erfahren ist. Hier ein Beispiel eines solchen Trackbacks:

PianoMan…

Hello ;) Thanks heaps for this indeed!… if anyone else has anything, it would be much appreciated. Great website Super Piano Links http://www.totaltolleklavierseite.org Enjoy!…

Dieses Trackback führt auf mein Tutorial zur Installation von BuddyPress und bbPress, hat also thematisch absolut gar nichts mit ihm zu tun (was ja für Spam nicht unüblich ist)…

Hier noch ein weiterer Kommentar, den ich niemandem vorenthalten möchte:

fickt_euch_alle_in_euren_arsch

Sachen gibts… War das ein militanter Nichtwähler? Oder ein Rechtsextremer, dem die Antworten auf den Spamkommentar der NPD nicht gefiel?

Wie dem auch sei: Das tut man doch nicht!

Wahlwerbung: FDP verschickt Spammails

25. September 2009 4 Kommentare

Wie jetzt bekannt wurde, hat die FDP pünktlich kurz vor der Bundestagswahl noch in ein recht großes Fettnäpfchen getreten. Sie beauftragte ein Unternehmen damit, Wahlkampfmails an viele Adressaten zu versenden. Dieses Unternehmen sammelt Mailadressen beispielsweise aus Gewinnspielen oder Internetseiten mit Anmeldung und nutzt diese dann, abgesichert durch die AGB der Seiten, um an sie Werbung zu versenden. In diesem Falle beauftragte anscheinend die FDP die Firma SuperComm Data Marketing GmbH.
Unter der Mail wird auch erwähnt, woher die Daten kommen:

Sie erhalten diese E-Mail, da Sie sich auf einem unserer Portale (www.netwerbung.de) oder durch uns gesponserten Projekte angemeldet haben. Die auf den Seiten jeweils hinterlegten AGB fanden Ihre Zustimmung.

War es nicht die FDP, die sich angeblich so für den Datenschutz stark machen will? Okay, vermutlich kam die Partei nie in den Besitz der Nutzerdaten, dennoch hat das ganze einen sehr schlechten Beigeschmack.

Nochmal festgehalten, so am Freitag vor der Wahl:
Die FDP beauftragt Datensammler, in ihrem Namen ungewollte Mails an die Bürger zu versenden, um so Wahlwerbung loszuwerden. Vielleicht sollte noch einmal überdacht werden, wie der Großteil der Bundesbürger im Bezug auf Spam eingestellt ist… Ein kluger Schachzug war das bestimmt nicht, vielmehr wurden potentielle Wähler abgeschreckt und verärgert.

Wayne hat hierzu übrigens gleich ein inoffizielles Wahlplakat veröffentlicht:
Unsere Stärke ist Spammen! Deutschland braucht Spam – FDP, Die Liberalen

Das Ganze ist kein Einzelfall, auch andere Parteien (z.B. CDU und CSU) versendeten in der Vergangenheit im großen Stil Mails mit Wahlwerbung an Bürger.

Übrigens: Die den Datenschutz so liebende FDP hat, wie zugegebenermaßen diverse andere Parteien (Grüne, SPD) auch, Einsicht in die Wählerverzeichnisse genommen und gezielt Wahlwerbung per Post verschickt. Passt alles nicht so richtig zum Programm…

Wie der SS-Obergruppenführer die Blogs zuspammt – Wahlwerbung auf braun?

21. September 2009 2 Kommentare

NPD_Otto_Dietrich_SpamAm Wochenende staunte ich nicht schlecht, als ich zu meinem Artikel zum Wahl-O-Mat einen Kommentar von einem gewissen Otto Dietrich fand, der im Rahmen der am 27. September stattfindenden Bundestagswahl erst alle großen Parteien mehr oder weniger der Unfähigkeit beschuldigte und dann ganz beiläufig erwähnte, dass die rechtsextreme NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) die einzige Partei sei, die wirklich empfehlenswert ist.
Zu erwähnen, welches Weltbild diese Partei vertritt und dass sie als Nachfolger der NSDAP gehandelt und vom Verfassungsschutz seit langem beobachtet wird, vergaß er dabei anscheinend.

Kurz nachgedacht fiel mir auch ein entsprechender Hintergrund zu dem Namen des Kommentators ein: Otto Dietrich war SS-Obergruppenführer und 1937-1945 Staatssekretär des „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ (RMVP) unter der Herrschaft des Diktators Adolf Hitler. Naja, das Bild passt ja perfekt auf den Kommentator.

Oben genannte Person verbreitete also über wemaflo.net Werbung für die NPD. Eine Eingabe bei Google allerdings führte mich zu dem Schluss, dass das nicht nur hier geschah, sondern auch in vielen anderen Blogs im deutschsprachigen Raum, um nur mal eine Auswahl der auf den ersten paar Seiten bei Google gefundenen zu nennen.

Das also soll der rechtsextremen Partei in irgendeiner Form helfen? Ist das die geballte Internetkompetenz dieser Leute? ganz ehrlich: Zutrauen würde ich es ihnen.
Wenigstens ohne die Symbolik des Namens hätte man das ja versuchen können, dann hätte ich den Kommentator vielleicht etwas ernster genommen, aber so war das Suchen doch irgendwie provoziert.

Übrigens: in den von mir gefundenen Blogs war die Reaktion auf den Kommentar entweder pure Nichtbeachtung (nicht ungefährlich), Kommentierung und Richtigstellung oder einfach das Löschen des Inhaltes des Kommentares. Bei wie vielen Blogs der Kommentar einfach gekonnt in die Spamabteilung befördert wurde, weiß ich natürlich nicht.

In diesem Sinne kann ich nur dazu aufrufen, am 27. September wählen zu gehen und die Stimme einer (oder zwei) Partei(en) zu geben, die Deutschland auch sicher regieren vermag. Wer nicht wählt, darf nachher nicht meckern und (ich zitiere hier einfach mal frei ein aufgeschnapptes Zitat von Peer Steinbrück) läuft Gefahr, von Menschen regiert zu werden, die dümmer sind als man selbst.

IP-Blacklist-Plugin: Kommentarspam merklich zurückgegangen

27. August 2009 Keine Kommentare

Am 18. August schrieb ich darüber, dass auf wemaflo.net ab sofort das Plugin http:BL genutzt wird, dass den IPs, die auf den Blacklists von Project Honey Pot stehen, den Zugriff auf das Weblog verwehrt.

Heute ist der 27. August und es ist zu erkennen, dass die Zahl der Spamkommentare merklich zurückgegangen ist. Eine Vielzahl der Spammer-IPs wird geblockt und die Zahl der täglichen Spamkommentare ist von bis zu 70 auf 0-11 zurückgegangen.
Ausgesperrt werden hier alle IPs, die auf der „Bedrohungsskala“ von Project Honey Pot einen Wert von über 29 haben.

php-log

Wemaflo.net jetzt mit Honigtöpfen: Project Honey Pot

18. August 2009 Keine Kommentare

Auf wemaflo.net findet man ab sofort Fallen für Adressensammler und Spamkommentar-Schreiber. Versteckte, aber für Spider sichtbare Links führen auf ein Script,

welches die Zugriffe dem Project Honey Pot meldet, wo diese dann ausgewertet werden, Spammer und Spambots werden so identifiziert.

Stop Spam Harvesters, Join Project Honey Pot

Durch die Registrierung bei Project Honey Pot hat man praktische Möglichkeiten, Spammer abzuwehren und Datensammler von den eigenen Seiten fern zu halten. So ist beispielsweise auch hier das Wordpress-Plugin http:BL installiert, welches, zusammen mit dem http:BL API-Key, den man bei der Anmeldung bekommt, die IPs der Spammer von Anfang an aussperrt.

Ich bin gespannt, ob und wie sich die Akismet-Statistiken (Antispam-Plugin) ins positive verändern und hoffe, dass die Maßnahmen etwas bringen.

akismet-stats

Integration von Twitter in die VZs

14. Juli 2009 2 Kommentare

twitter_logoLaut mehrblog.net wird in der nächsten Zeit eine Funktion zu den VZs hinzugefügt, mit der die Nachrichten von Twitter automatisch im Buschfunk von StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ angezeigt werden. Auch andersrum sollen die Nachrichten im Buschfunk auch bei Twitter gepostet werden.

Im Interview mit Thomas Knüwer sagte der StudiVZ CEO Markus Berger de Léon, dass mit der Integration des Microblogging-Dienstes Twitter in die Netzwerke schon in der nächsten Woche zu rechnen sei:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Ich bin gespannt, ob der Spam in beiden Netzwerken zunimmt, fast sicher bin ich mir allerdings, dass es viele neue kleine Twitter-Nutzer gibt, die den Dienst im Sekundentakt als Chat nutzen werden. Unterstützt von StudiVZ Ltd.

Jährlich 33 Milliarden Kilowattstunden für Spammails

15. April 2009 Keine Kommentare

Wie eine Studie im Auftrag des Antivirensoftware-Herstellers McAfeebelegt, wurden im Jahr 2008 durch 62 Billionen versendete Spam-Emails 33 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Bei 0,3 Gramm CO2-Ausstoß pro Mail entspricht das im Jahr der Treibhausgasemission von 3,1 Millionen Autos.

Die meiste Energie wird durch das Öffnen und Löschen der empfangenen Spammails verbraucht (80%), 16% werden durch das Filtern der Nachrichten geschluckt.
Durch das Filtern der Mails direkt beim Provider werden jährlich 135 Milliarden Kilowattstunden eingespart.

Spammails verursachen also nicht nur Bluthochdruck beim Endanwender, sondern auch eine beachtliche Menge an Treibhausgas in der Athmosphäre.

Mehr dazu bei heise online

Rasanter Anstieg von Kommentarspam auf wemaflo.net

7. April 2009 9 Kommentare

Langsam aber sicher klettert wemaflo.net diverse Rankings hoch und wird Stück für Stück (wenn auch nur wenig) bekannter. Bei inzwischen ca. 13.600 Besuchern monatlich und 164.200 Hits bei bislang steigender Tendenz konnte ich allerdings auch weniger erfreuliche Dinge feststellen:
Akismet hat inzwischen alle Hände voll zu tun. Täglich schwappen zig neue Kommentare rein, vollgestopft mit Links zu unschönen Internetseiten. Meistens handelt es sich nicht einmal mehr um die altbekannten Dreizeiler, sondern um fast epische Werke zufällig aneinandergereihter Worte, in denen regelmäßig Links versteckt sind.

akismet

Vermutlich denken die Spammer, dass die Kommentare so durchrutschen und angezeigt werden, aber Akismet schreckt auch vor Quantität nicht zurück und ließ erst einen Kommentar fälschlicherweise durch. Bei inzwischen 1500 Spamkommentaren eine gute Quote, wie ich finde.

Da ich übrigens keine Lust auf ein Captcha habe, welches hier Besucher und Bots quält, werde ich wohl weiterhin Spamkommentare löschen müssen. Oder die für Kommentare zuständige Datei von Wordpress auslagern, sodass Spambots sie gar nicht mehr finden. Mal sehen.

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Bear