Heute morgen gab es eine neue Gruppe, die in dem Kästchen links unter der Navigation um Mitglieder warb:
Unser guter Vorsatz für 2009: mehr echte Namen im schülerVZ. Mach mit!
Die Gruppe „Ach wie gut, dass niemand weiß…“ soll die Nutzer des Netzwerkes dazu animieren, ihre realen Namen anzugeben und keine Nicknames zu benutzen. Der Grund: Man findet niemanden, der nicht seinen realen Namen eingegeben hat. Schön deutlich erklärt mit einer Fotostory in Dr. Sommer-Manier sollte das jeder verstehen. Seit heute Morgen bekam diese Gruppe über 9500 Mitglieder!
Soweit ist die Argumentation natürlich durchaus schlüssig, wie ich finde. Tatsächlich finde ich eine einmal getroffene Person nicht im SchuelerVZ wieder, wenn diese sich dort unter einem Namen anmeldete, den ich nicht kenne. Andererseits könnte man meinen, dass Menschen, die nicht ihren realen Namen benutzen, genau das bezwecken wollen. Man soll sie nicht erkennen, in diesem Netzwerk.
So weit so gut. Damit könnte man leben. Alle die, die gefunden werden wollen, benutzen reale Namen, all diejenigen, die nicht gefunden werden wollen, nutzen Nicknames.
Doch das will der Betreiber nicht. Er möchte reale Namen im SchuelerVZ und bietet den Nutzern Einstellungen zur wahrung der Privatsphäre an. Der Nachname kann gekürzt werden, man kann sich aus der Suche entfernen lassen, das Profil kann nur für Freunde sichtbar gemacht werden. Sieht für den Nutzer wunderbar anonym aus. Und sicher, es hilft gegen diejenigen, die das SchuelerVZ durchforsten, um mehr über die Nutzer herauszufinden.
Auch im Themenbezogenen Mehrblog werden diese Funktionen beachtet und darüber gefachsimpelt, welche man hinzufügen und was man verbessern könnte. Durchaus kritisch, allerdings wird dort ein großer Fakt vergessen oder weggelassen.
Denn: In der Datenbank steht der reale Name mit Mailadresse, ICQ-Nummer, Skype-Namen, Handynummer, das ganze kombiniert mit den persönlichen Vorlieben, dem Freundeskreis, der Herkunft und vielen anderen netten Kleinigkeiten.
Und das ist gut so. Was will man denn mit einer Datenbank voll mit Nutzern, die keinen Namen haben, keine Vorlieben angegeben haben und deren Kontaktmöglichkeiten nicht gegeben sind? Eine solche Datenbank hat keinen Wert. Weder für einen eventuellen Verkauf, noch für das schalten Benutzerspezifischer Werbung.
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Computer, Internet
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