Mecklenburger Bürgermeister nach Morddrohung untergetaucht
Nachdem auf der rechtsextremen Nachrichtenseite Altermedia eine Morddrohung gegen ihn aufgetaucht war, verließ Mecklenburges Bürgermeister Hans-Peter Gossel nun für ein paar Tage die Stadt.
Wie der Spiegel am 27. Dezember berichtete, wurde auf der Plattform, die als Informationsseite der rechten Szene gilt, eine unverhohlene Morddrohung gegen Gossel veröffentlicht.
Hintergrund ist vermutlich Gossels Kritik an der Interim Partei Deutschland (IPD), die Polizei nimmt die Drohung sehr ernst und sieht eine akute Bedrohung des Bürgermeisters.
Die IPD wird der rechtsextremen Szene zugeordnet, hat aber keinen direkten Anschluss an selbige. Auch sind die Ziele der Partei, die die Legitimität der Bundesrepublik leugnet, unklar.
Die Drohung lehnte an den Mordversuch an Alois Mannichl an, der Medien- und Behördenberichten zufolge von einem bislang unbekannten Täter vermutlich mit einem Lebkuchenmesser vor seiner Haustür niedergestochen und schwer verletzt wurde.
Der Wortlaut der Drohung ist:
„Aufpassen!!! Hoch-Zeit für Lebkuchen-Messer!! Das nächste ‚Opfer‘ stellt sich zur Verfügung! Gossel? Kommt von Gössel = Gans. Weihnachtszeit, Weihnachtsgänsezeit…“
Ebenfalls auf der Seite zu finden war ein Video von einem Strichmännchen, welches mit einem Messer aufgeschlitzt wird.
Nachdem Gossel zunächst daheim blieb, die Öffentlichkeit mied und sehr vorsichtig war, verreiste er nun mit unbestimmtem Ziel, um vor Anschlägen besser geschützt zu sein. Weiterhin steht Gossel unter polizeilichem Personenschutz.






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