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Hilfe von den Spam-Versendern

Wirklich lieb und sicherlich gut gemeint sind die Ratschläge, die momentan unter dem schönen Namen der DAB-Bank versendet werden.

In der Mail wird dem verdutzten Leser eine kleine Hilfestellung zur sicheren Nutzung des Internet gegeben. In gebrochenem Deutsch wird einem mitgeteilt, dass die DAB nicht nach dem Passwort frage würde. Auch wird man darauf hingewisen, dass man bitte seinen Virenschutz aktualisieren solle, um den Zugang zum Internet weniger gefährlich zu machen.

Ist doch lieb, oder?

Was allerdings nicht so besonders lieb ist, ist die Tatsache, dass der Link in der Mail keineswegs zur DAB führt und ein kostenloses Anti-Spyware-Programm bereithält, sondernauf eine dubiose Seite, die angeblich “die Dienstleistungen der Sicherheit der DAB Bank gegen der Gaunerei” enthält, eine Aufforderung zum Download der Datei “DABDigicertx.509.exe” enthält, welche ganz bestimmt nicht zum Schutze des Computers ausgelegt ist.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das ganze ein kleiner Schritt in die richtige Richtung war. Nur sollte beim nächsten Mal die DAB aus dem Spiel gelassen werden und vor allem sollte keine Malware unter dem Mantel der Sicherheit angeboten werden…

Inzwischen ist die Seite bei Google als Betrugsversuch gemeldet und wird unter Firefox auch leuchtend rot als solcher angezeigt.

Spam und die Statistik

Fast jeder bekommt täglich per Mail unerwünschte Werbenachrichten, Spam genannt. Meistens wird diese Werbung schon vom Mailprogramm oder gleich vom Provider in einen separaten Ordner geleitet, um den Nutzer zu verschonen.

Richard Clayton von der Usiversität von Cambridge hat durch eine Studie herausgefunden, womit die Häufigkeit von Spammails zusammenhängt.
Da die Spammer die Mailadressen oft erraten (maschinell), wird nach der Dictionary-Methode vorgegangen. Es gibt also eine Liste mit populären Namen und Wörtern, diese Wörter werden dann mit der Endung eines Anbieters kombiniert, dann wird geprüft, ob die Adresse existent ist. Dies geschieht entweder durch eine Abfrage beim Anbieter, oder durch das Versenden einer Testmail.

Hierdurch wird verständlich, wieso Mailadressen mit bestimmten Anfangsbuchstaben häufiger betroffen sind, als andere: Bestimmte Buchstaben werden besonders oft benutzt und/oder stehen an Wortanfängen. Mailadressen mit diesen Anfangsbuchstaben sind mit hoher Wahrscheinlichkeit stark durch Spammer belastet.
Andere Buchstaben wiederum sind im Sprachgebrauch eher selten zu finden, hier ist die Spamwahrscheinlichkeit geringer.

So sind Adressen mit den Anfangsbuchstaben A, M, S, P und R besonders betroffen, das U steht, obwohl es eher selten genutzt wird, auch ganz oben auf der Rangliste.
Buchstaben wie Q oder Z sind in der Regel nur gering von Spam befallen.