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Straftäter in England am Pranger: Warnwesten bei Sozialstunden

29. November 2008

Da die Gefängnisse in Großbritannien überfüllt sind, werden viele Straftäter zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt und müssen im Zuge dieses „Community Payback“ Arbeiten zu Gunsten der Öffentlichkeit verrichten.
Das Konzept kennt man ja auch hier in Deutschland, bei minderschweren Fällen werden Sozialstunden verhängt, abgearbeitet und die Sache ist erledigt.

In Großbritannien allerdings geht man noch einen Schritt weiter: Die Sraftäter müssen bei den Arbeiten floureszierende Warnwesten mit der großen Aufschrift Community Payback tragen. Somit ist für jeden Passanten sofort ersichtlich, dass es sich um den Abschaum der Nation, einen verurteilten Straftäter handelt.

Die Politiker sagen, dass das alles nicht so gemeint sei. Man wolle lediglich die Öffentlichkeit schützen, niemanden erniedrigen, so Justizminister Jack Straw:

Leute, die kriminell werden, erniedrigen sich selbst.
[…]
die Bevölkerung verlangt, dass es bei einer Verurteilung vor allem um eines geht: Bestrafung.

Die Regierung erklärte, dass sie die Öffentlichkeit mit dieser Maßnahme für gemeinnützige Arbeit sensibilisieren wolle.

Es gab bereits Übergriffe auf so gekennzeichnete Straftäter, es wurde sogar ein Arbeiter von verfeindeten Gang-Mitgliedern angeschossen, als er, gut markiert, im Park Laub zusammen harkte.

Napo, die Gewerkschaft der Bewährungshelfer protestiert gegen diese Kennzeichnung und sagt zu den eigentlichen Zielen der Regierung, dass sie Straftäter erniedrigen wolle, um sich selbst stark aussehen zu lassen.

Politik, Recht , , , , , , , , , , , , , , ,

Need another identity?

17. November 2008

Für alle, die gerne auf Kosten anderer Einkaufen würden, reale Adressdaten, Bankdatensätze und ähnliches benötigen, oder einfach gerne mal alle verfügbaren Informationen über eine Person benötigen, muss Großbritannien ein wahrer Glücksfall sein.
Der Datenschutz wird nicht ganz so ernst genommen, wie bei der deutschen Telekom, es gibt eine Datenpanne nach der anderen, Post verschwindet usw…

Aber noch besser: Schon für 5 Pfund bekommt man bestimmte Informationen aus gestohlenen Datensätzen, für 80 Pfund ist schon der gesamte Informationssatz erhältlich. Das machte die Get Safe Online Group im britischen Fernsehsender BBC öffentlich.
Die Gruppe wird von der Regierung, der Polizei und den Banken Großbritanniens unterstützt und klärt über die Gefahren im Internet auf.

Computer, Internet, Politik, Recht , , , , , , , , , ,

Schonwieder Datenpanne in Großbritannien

7. September 2008

Schonwieder ist in Großbritannien ein Datenträger abhanden gekommen. Er enthält persönliche Informationen wie Adressen und Steuernummern von Justizbeamten, es handelt sich um etwa 45.000 Datensätze.
Der Datenträger wird schon seit einem jahr vermisst, allerdings teilte das zuständige Unternehmen den Verlust erst im Juli mit. Laut „Times“ erfuhr der Justizminister allerdings erst gestern (Samstag) Mittag davon.

Da die Sicherheit der Beamten und deren Familien dadurch gefährdet ist, werden die Betroffenen Familien eventuell umziehen müssen, was den Steuerzahler vermutlich sehr viel Geld kosten wird.

Vor zwei Wochen kam ein USB-Stick abhanden, der Daten sämtlicher Gefangener aus England und Wales enthalten haben soll, außerdem Informationen zu Schwerverbrechern.

Vorfälle dieser Art häufen sich momentan, vor einiger Zeit schrieb ich schon einmal über verschiedene Pannen und den Verkauf von Festplatten mit sensiblen Inhalten.

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