Archiv

Artikel Tagged ‘Domain’

Das politische StudiVZ: Link zur Petition gegen DNS-Sperren auf der „Start“-Seite

29. Mai 2009 Keine Kommentare

kasten_studivzIm StudiVZ und MeinVZ steht heute ein Aufruf zum Mitzeichnen der E-Petition gegen Netzsperren und Internetzensur auf der Startseite für angemeldete Nutzer.

Im Kasten wird mit den Worten „Gegen Netzsperrung: Stimm ab!“ dazu aufgerufen, im Petitionsforum des Bundestages die Petition „Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ zu unterzeichnen und sich damit gegen die von der Bundesregierung geplante Internetzensur zu stellen.

Hintergrund der Domain-Sperre ist der Kampf gegen Kinderpornographie im Internet, dieses Thema sorgt in der Bevölkerung für Aufregung, seitdem es von der Familienministerin Ursula von der Leyen aufgegriffen wurde. Es sollen Domains gesperrt werden, die auf einer vom BKA zusammengestellten geheimen Liste stehen und vom BKA ungeprüft durch einen Richter oder eine andere kritische Instanz an die Internetprovider weitergegeben werden.

Dort wird dann die Domain statt auf die IP des Servers, auf eine Vorschaltseite der Bundesregierung aufgeschaltet und die Daten des versuchten Zugriffes werden an das BKA weitergegeben.
Beim Versuch herauszufinden, ob die Seite tatsächlich kinderpornografisches Material enthält, würde man sich als Internetnutzer strafbar machen.

Dem Gegenüber stehen diverse Kritikpunkte. Beispielsweise der,  dass die Liste unkontrolliert ist, also niemand weiß, wieso die Seiten darauf stehen. Es könnte also Zensur durch den Staat betrieben werden, die nicht mehr im Sinne des Kampfes gegen die Kinderpornographie geschieht.
Auch ist die Wirksamkeit der Sperren durchaus fraglich. Es gibt viele einfache Möglichkeiten, die Sperrungen zu umgehen, beispielsweise die Nutzung eines alternativen DNS-Servers, auf dem die Zensur nicht stattfindet (beispielsweise OpenDNS uvm.)
Weiterhin wird kritisiert, dass im Falle einer Domainsperrung die Kinderpornographie für den „normalen“ Nutzer nicht mehr sichtbar ist, aber dennoch im Internet existiert. Das Motto der Sperrung ist somit „Verstecken statt Löschen und Verfolgen“.

Zur Petition gegen die Netzsperren geht es hier! Zeichnet mit!

Weitere interessante Einzelheiten:

92% für Netzsperren? Oder doch 90% dagegen?

via: mehrblog.net, danke!

Ministerium für Zensur und Repression und das alles sperrt Internetseiten

18. Mai 2009 Keine Kommentare

Wie der Pantoffelpunk bemerkte, sperrte das „Ministerium für Zensur und Repression und das alles“ diverse Internetseiten, die angeblich gefährlich sind:

Auf den Seiten ist folgender Text zu lesen:

Sehr geehrter Gefährder, sehr geehrte Gefährderin.

Die Internetseite http://annalist.noblogs.org/, die Sie soeben besuchen wollten, ist vom Ministerium für Zensur und Repression und das alles gesperrt worden und für das gemeine Volk nicht mehr erreichbar.

Dies kann verschiedene Gründe haben, die wir Ihnen im folgenden erläutern möchten.

Wir bitten nicht nur um Ihr Verständnis sondern auch um demütigen Dank, denn mit der Sperrung der Seite schützen wir nicht nur uns und unsere Posten und Tantiemen sondern auch Sie vor gefährlichem, grausamem, menschenverachtendem Terrorismus (z.B. von Islamisten, Kommunisten oder Kindern).

Hier ein Bild der gesperrten Seiten:

seite_gesperrt_anlauf_2

Achtung: Es handelt sich bei dieser Internetseite nicht um eine Vorschaltseite irgendeines Amtes, sondern um grausame Satire (ugs. Blödsinn),  die unter http://bmi.pifo.biz/ zu erreichen ist.


Wem das ganze auffällig bekannt vorkommt, der soll sich mal bitte die Vorgeschichte ansehen. Selbige findet er hier:

Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Screenshot ist gemeinfrei (public domain) und darf somit ohne jegliche Beachtung meiner (!) Urheberrechte benutzt, kopiert und veröffentlicht werden. Er darf auch direkt verlinkt werden.

via: SvB-Blog, danke für die Erinnerung per Backlink ;)

Fefe verlinkt mich und niemand merkts…

14. Mai 2009 4 Kommentare

Natürlich habe ich ein Statistikplugin installiert. Dennoch musste mir heute erst von Zonk gesagt werden, dass der bekannte Blogger Fefe mich auf seinem Blog verlinkt.

Eigentlich wurde ich nämlich gar nicht so richtig verlinkt. Vielmehr ein Bild, welches ich hier bloggte. Die Statistik allerdings funktioniert nur auf Seiten des Blogs und registriert keine Aufrufe von Dateien. In den Serverstatistiken allerdings steht einiges:
Wo wemaflo.net momentan normalerweise monatlich 12.000-14.000 Besucher (nicht Hits) registriert, wurden in den wenigen Tagen des Mai bisher bereits 19070 „unique Visits“ verzeichnet:

statistik_14_05_2009

Der Link auf Fefes Blog kam übrigens zustande, weil das BMI gerne die vom Pantoffelpunk initiierte Sperrseite gelöscht haben wollte, den Hoster zur sofortigen freiwilligen Kündigung der Domain aufforderte und dabei recht schnell und entschlossen vorging. Ich berichtete damals über diese satirisch angehauchte und der seite des BMI nachempfundenen Sperrseite und veröffentlichte auch einen Screenshot der Seite, den nun Fefe wiederum verlinkte (Bundesministerium für Inneres sperrt Internetseiten).

Update I:

Nicht nur Fefe, nein auch Basic Thinking und Gulli verlinken auf den Screenshot… Langsam erklärt sich der hohe Traffic!

Update II:

Nachdem immer mehr Besuchs- und PR-Starke Seiten (Heise ist nun auch dabei) auf dieses Bild verlinken, folgt hier auf Wunsch eine Statistik von heute morgen. Der Stand ist ca. 2:30 Uhr.

Hits (Zugriffe): 174.080
Visits (IPs/24 Std.): 31.837
Traffic (in GB): 18,55

statistik_17_05_2009

Was soll das Stoppschild hier?

26. April 2009 4 Kommentare

Seit einigen Tagen bekommen die Besucher meiner Seite ein Schild zu Gesicht, welches dem von der Bundesregierung eingesetzten Domainsperrenschild ähnelt.

Wie gesagt, es ähnelt ihm nur, denn es soll den Protest gegen faktisch nicht wirksame Domainsperren ausdrücken. Betrieben wird die Aktion von der Stopp-Seite (http://stopp-seite.de), auf der auch das Codeschnipsel zum Einbinden in die eigene Internetseite oder das eigene Blog zu finden ist.

Heute übrigens liest man bei Heise, dass ie Bundesregierung darüber nachdenkt, die Zugriffe auf gesperrte Domains in Echtzeit zu überwachen. Außerdem besteht nach dem Zugriff auf eine gesperrte Domain der Anfangsverdacht einer Straftat.

Ganz abgesehen von Sinn und Unsinn einer Sperrung von Domains werden nun immer mehr Stimmen laut, die die Sperrung von Seiten mit bestimmten Inhalten fordern.
Heinrich Sievers, Leiter des Referats Glücksspiel im Hessischen Innenministerium beispielsweise hätte gerne eine Sperrung ausländischer Glücksspielanbieter und beklagt sich über Provider, die lediglich die Listen des BKA sperren wollen.
Christian Sprang, Leiter der Rechtsabteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels würde gerne alle Seiten gesperrt sehen, deren Inhalte gegen das Urheberrecht verstoßen.

Zypries hatte also Recht, als sie davor warnte, dass die Sperrung einzelner Domains Begehrlichkeiten wecken könnte. Tatsächlich wird anscheinend schon Schlange gestanden, um eigene Vorschläge total uneigennützig einzubringen…

Netzzensur: Titanic-Magazin erste gesperrte Seite

20. April 2009 2 Kommentare

titanic-magazin-stoppIm Zuge der Sperrung von Domains durch das BKA in Zusammenarbeit mit diversen Internetanbietern ist nun die Seite des regimekritischen Satiremagazins „Titanic“ nicht mehr erreichbar.

Netznutzer, die die Seite des Magazins aufrufen wollen, bekommen nach kurzer Einblendung eines Teils des Seiteninhaltes (der Scanvorgang läuft dann noch) nur noch ein großes rotes Stoppschild zu sehen, auf dem die Sperrung der Internetseite begründet ist.

Die Vermutung, dass das BKA heimlich Seiten mit regierungskritischen Inhalten unter dem Deckmantel der Domainblockaden sperren könnte, scheint sich somit bewahrheitet zu haben.

Demo gegen Internetzensur am 17.4.2009 in Berlin

16. April 2009 Keine Kommentare

Am morgigen Freitag findet aufgrund der Vertragsunterzeichnung diverser Provider zur Sperrung von Domains auf Wunsch der Bundesregierung und des BKA (ich berichtete bereits) in Berlin eine Mahnwache statt.

Datum, Zeit und Ort:
Am Freitag, den 17. April 2009
Zwischen 9 Uhr und 9:30 Uhr

Vor dem Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung (Bundespressekonferenz)
Reichstagufer 14 | U+S-Bhf. Berlin-Friedrichstraße
Karte: http://tinyurl.com/d9d7pm

Weitere informationen gibt es auf netzpolitik.org (desgleichen auch unter http://tinyurl.com/zensursula)

Außerdem noch einmal der Link zur „Liste der Zensurprovider“, dort kann man sich einen Überblick über die Lage verschaffen.

Via: netzpolitik.org, bloodywing

Zensur im Internet direkt beim ISP: Liste der Provider

16. April 2009 1 Kommentar

zensurproviderWie ich bei Basic Thinking und gestern bei twitter las, gibt es inzwischen eine Liste von Internet Service Providern (ISP), auf welcher vermerkt ist, inwiefern die Provider bereit sind, die Liste mit Domains zu sperren, die vom BKA zusammengestellt wurde.

Es wird unterschieden zwischen „Zensiert nicht“, „gezwungenermaßen ab
gesetzlicher Regelung“, „warten auf gesetzliche Regelung,
grundsätzlich nicht abgeneigt“ und „zensiert freiwillig“. Weiterhin laufen noch einige Anfragen bei den Providern.

So sind zum Beispiel Alice, Arcor, Telekom, Kabel Deutschland, O2 und Vodafone bereit, die Domains für ihre Kunden zu sperren, Manitu hingegen wird nach eigenen Angaben nicht zensieren, ebenso QSC (QSC nimmt allerdings nur noch Geschäftskunden auf).

Die Liste findet man im Internet unter http://zensurprovider.de, die einzelnen Angaben sind mit Quellen belegt.

Die Sperren sollen den Zugang auf Internetseiten mit kinderpornografischem Material unterbinden oder zumindest erschweren. Der Schritt wird von vielen Nutzern des Internet kritisch als weiterer Schritt zur staatlichen Zensur im Internet betrachtet.

Weitere Informationen sind in der Süddeutschen Zeitung zu finden.

Möglicherweise bald Religions-TLDs von der ICANN

5. März 2009 5 Kommentare

Möglicherweise kann man schon bald Second-Level-Domains einer TLD wie .catholic oder .islam erwerben. Die ICANN ((Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) denkt derzeit darüber nach, diese Top-Level-Domains zur Verfügung zu stellen.

Die Rede ist von den Domains .catholic, .anglican, .orthodox, .hindu, .islam, .muslim und .buddhist, die klar eine religiöse Position der Website erkennen lassen.
Problematisch allerdings wird sich die Vergabe der Domains darstellen: Die eigentlich neutrale ICANN wird wohl klar Stellung beziehen müssen, indem sie die Verwaltung der TLDs an eine bestimmte Organisation übergibt.

Der Vatikan übrigens spricht sich aus diesem Grunde gegen eine Einführung der neuen Top-Level-Domains aus. Ob er damit Erfolg haben wird, ist fraglich, zurzeit werden immer mehr Domains freigegeben, neue Domains scheinen momentan im Trend zu liegen.

Zur Erklärung:

Basic Thinking wird versteigert

9. Januar 2009 6 Kommentare

Unter Bloggern meistens gut bekannt war es, das Weblog von Robert Basic. Nun kann man es bei Ebay bewundern. Basic Thinking, beziehungsweise die Domain basicthinking.de wird verkauft.

Für die Auktion stellte Ebay eine Sonderfunktion bereit, die es dem Verkäufer ermöglicht, zuerst Informationen von den bietern anzufordern und sie erst dann zur Auktion zuzulassen. So können Spaßgebote und Unseriöse Bieter ausgeschlossen werden.

Bislang nicht klar ist natürlich, was der neue Besitzer mit dieser wertvollen Domain tun wird. Durch die jahrelange Arbeit des Bloggers Robert Basic erreichte die Domain nämlich einen sehr hohen Wert, der gerade für Werbekunden sehr ansprechend ist.
Vor der Übergabe werden alle Mailadressen von Kommentatoren gelöscht und somit die persönlichen Daten der Kommentatoren vernichtet und nicht weitergegeben.

Für mich stellt sich die Frage, was basicthinking.de ohne Robert Basic auf lange Sicht noch Wert sein wird, schließlich wird hier in gewisser Weise ein Denkmal vom Sockel genommen und gegen ein neues ersetzt. Oder eben auch nicht. Wie das neue angenommen wird, muss die Zukunft zeigen.
Zum aktuellen Zeitpunkt steht die Auktion bei Ebay bei 22.550€, dabei ist der gesetzte Mindestpreis noch nicht erreicht worden.

Abmahnungen für Netbook in der Domain

26. Dezember 2008 Keine Kommentare

Wie Heise mitteilt, werden zurzeit Firmen angeschrieben, die das Wort Netbook in der Domain verwenden.

Die Firma Psion besitzt die Rechte am Markenzeichen „netbook“. Vor einiger Zeit brachte die Firma als Führendes Unternehmen auf dem Oragnizersektor ein solches Gerät auf den Markt, stellte die Produktion aufgrund mangelnder Nachfrage aber wieder ein.

Angeschriebene Websitebetreiber haben nun laut Psion bis ende März zeit, ihr Webangebot umzustellen und sollen innerhalb eines Monats bestätigen, dass dem Folge geleistet wird.

Seiten: 1 2 Nächste Seite
Bear