Wemaflo Flattrt mit! Flattr-Button ab sofort im Blog

Über Ixiter bin darauf gestoßen: Auf das neue Micropayment-System Flattr, welches es ermöglicht, schnell und unkompliziert dem Blogger einen kleinen Betrag zukommen zu lassen.

Wie funktionierts? Bislang benötigt man zuerst eine Einladung, da die Plattform zurzeit noch im Beta-Stadium ist. An eine solche Einladung zu kommen, ist allerdings nicht schwierig, jeder aktive Flattr-Nutzer kann 3 weitere Nutzer einladen, indem er ihnen einen Einladungscode gibt.
Dann muss man zunächst Guthaben aufladen., denn bei Flattr gibt es einen Mindestumsatz von 2€ im Monat.

Das Abrechnungssystem von Flattr ist denkbar einfach: Das Guthaben gilt für einen Monat und wird unter den geflattrten aufgeteilt. Wer also 2€ auf sein Konto läd und dann in dem Monat auf 10 verschiedene Buttons klickt, verteilt seine 2€ zu je 20ct an diese 10 Empfänger. Und ebenso funktioniert das ganze andersrum.

Wer also Bloggt und gerne per Micropayment eine kleine finanzielle Rückmeldung zu seinen Artikeln haben möchte, meldet sich bei Flattr an und integriert den Flattr-Button in seinem Blog.
Für WordPress-Nutzer empfielt sich hier das offizielle Flattr-WordPress-Plugin, mit welchem sich der Button im eigenen Blog leicht einbinden lässt.

Achtung: Die aktuelle Version 0.9 ist fehlerhaft! Statt auf flattr.com verweist es auf flattr.local. Wie ihr diesen Fehler beheben könnt, habe ich auch schon gebloggt: Probleme mit dem Flattr-Button?

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Probleme mit dem Flattr-Button?

Wer das aktuelle Flattr-Plugin (Version 0.9) aus der WordPress Repository installiert, wird vermutlich keinen Flattr-Button zu Gesicht bekommen. Weder durch einbinden des Templatetags im Quelltext des Templates, noch durch automatisches Einfügen über das Plugin.

Doch woran liegt es? Ganz einfach: Das Plugin ist fehlerhaft. Der originale Quelltext verweist auf http://api.flattr.local/button/load.js?v=0.2, unter der TLD .local wird aber der Button nicht zu finden sein. Richtig wäre .com.

Um diesen Fehler zu beheben, muss die Datei flattr.php editiert werden. In Zeile 16 muss .local durch .com ersetzt werden.

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Dummerchen…

Es gibt ja mehrere Arten von Spammern.
Die große Masse versucht einfach auf Teufel komm raus Kommentare mit randomisiertem Inhalt und vielen Links auf Seiten, die Viagra, Penisverlängerungen, E-Books und Pornos anbieten an den Mann zu bringen. Sowas fällt natürlich schnell auf und ist deshalb auf wemaflo.net zu genau 0% erfolgreich. Mal ganz davon abgesehen, dass Akismet mit kalter Grausamkeit zuschlägt.

Dann gibt es wieder andere, die irgendwelche seltsamen deutschen Sätze wie “Das Leben kann so scheiße sein, mann muss sich nur Mühe geben” zu Artikeln wie “Wie der SS-Obergruppenführer die Blogs zuspammt – Wahlwerbung auf braun?” veröffentlicht und auf Roulette-Seiten und solche mit (vermutlich, laut URL) Inhalt für Fetischisten verlinkt. Das passt Thematisch schon besser, da es deutsch ist und ein zusammenhängender, lesbarer Satz, wird aber dennoch vom emotionslosen Akismet-Plugin herausgefiltert, eben weil als URL solche lustigen Seiten angegeben sind.

In letzter Zeit wird es aber unauffälliger. Es wird ein ganzer Kommentar zu einem Artikel kopiert und unter anderem Namen noch einmal veröffentlicht, mit einem Link auf eine bisher nicht bei Akismet bekannte Seite. Diese Spammer kommen sogar duch die Antispam-Mechanismen durch, die Kommentare landen in der Warteschlange.
Tatsächlich habe ich sogar schon ein paar davon abgenickt, dann aber nochmal in den Artikel geschaut und das Duplikat bemerkt.
Jetzt gab es aber in den letzten Tagen mehrere Kommentare, die ausnahmslos ich selbst zuerst veröffentlicht hatte. Tut mir leid, lieber Spammer, so geht das nicht. An mein eigenes Geschreibsel kann ich mich meistens erinnern, außerdem erkenne ich meinen Schriftstil (hach, wie toll das klingt).

Mein Tipp also: Verbessert eure Bots! Kopiert Kommentare von anderen Benutzern, nicht von den Autoren! Wir Blogger wollen doch wenigstens ein bisschen herausgefordert werden!

Spenden für diesen Hinweis gehen bitte per PayPal an wemaflo@wemaflo.net! Danke, Spammer!

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Herzlichen Glückwunsch, WordPress!

Und wieder ist ein Jahr vergangen. Die bekannte Blog-Software WordPress hat heute zum siebten Male Geburtstag. Momentan wartet die WordPress-Community gespannt auf das kommende Release von WordPress 3.0, inzwischen ist die zweite Beta-Version veröffentlicht worden, der erste Release Candidate wird vermutlich in den nächsten Wochen veröffentlicht.

Herzlichen Glückwunsch also an WordPress, auch wenn die Software davon nichts mitbekommen wird…

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Lieber Herr Beck, was also soll man wählen?

Sicher, aus Ihrer Sicht ist es höchst ärgerlich, dass die Piratenpartei und auch die Linke (oder die “Verräter”, wie sie sagen würden) in NRW doch von einigen Menschen gewählt wurden und dass diese Stimmen nicht den Grünen oder auch der SPD zugute kamen. Aber was soll denn ihr Artikel darüber? Und was soll das heißen, die Linken- und Piratenwähler hätten es vermasselt?

SUPER, zittern fuer rot-gruen. Wenn es nicht klappt haben es linken- und piratenwaehler vermasselt.

Wer hat was vermasselt? Wieso werden denn die Piraten und die Linken gewählt? Liegt es nicht vielleicht an den Grünen oder der SPD? Liegt es nicht vielleicht auch an Aussagen wie den von Ihnen gemachten, dass die Wähler sich fragen, was die Politiker eigentlich da machen?

Sie schreiben, es sei keine Wählerbeschimpfung, was sie da tun. Auf Twitter schreiben sie, es sei nur berechtigte Kritik.
Was bitte kann man daran kritisieren, dass ein Bürger die Partei wählt, die am ehesten seinen Vorstellungen entspricht? Ich jedenfalls wähle so.

Sie kritisieren quasi, dass Parteien Stimmen bekommen, die damit in der Regierung politisch nichts bewirken können:

Eine Wahlentscheidung hat immer zwei Komponenten:

  1. Das Bekenntnis des Wählers zu einem Parteiprogramm
  2. Auswirkungen auf die parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse und die davon abhängige Regierungsbildung.

Und das unterscheidet Politik von Religion. Bei der Religion kommt es allein auf das Bekenntnis an. Bei der Politik gehört auch die Umsetzungsfähigkeit politischer Inhalte im Rahmen der Mehrheitsverhältnisse dazu.

Wofür dann also ein Staatssystem, das die Gründung von Parteien erlaubt? Wozu ein Staatssystem, das nicht von Anfang an bestimmt, wer gewählt werden darf (da er Aussichten auf Erfolg hat)? Wenn wir danach wählen würden, dürften wir nur SPD und CDU wählen (auch die Grünen konnten sich bislang nicht wirklich durchsetzen) und wären nach ein paar Jahren wieder bei einem System mit nur einer Partei. Kennt man irgendwoher, ging nicht gut.

Ich persönlich wähle haargenau die Parteien, deren Wahlprogramm mir zusagt und vor allem, die dieses Wahlprogramm auch glaubhaft vertreten.
Es reicht da nicht aus, eine Partei zu sein, die sich als pazifistisch hinstellt, dann aber gegen den Willen von etwa 70% der Wähler einen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan mitbeschließt.

Übrigens: Ihr “Slogan für den Schlamassel” (Wer hat uns verraten? Die Piraten! Wer war mit dabei? Die Linkspartei!) kommt nicht gut an:

@Die_Gruenen schrieb auf Twitter:

RT Lieber @volker_beck -bei allem Respekt für dich und deine Arbeit-der Spruch ist blöd und überflüssig und die Analyse springt zu kurz.

Ich denke das sehen viele, viele andere genau so.

Ach übrigens: 1980 bekam die “Grüne Partei” bei der Bundestagswahl 1,5% der Wählerstimmen. Prinzipiell waren das ja alles verschenkte Stimmen, oder etwa nicht?

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Ubuntu: USB-Geräte in einer VirtualBox nutzen

VirtualBox ist ein Programm, mit dem man auf einem laufenden Betriebssystem ein weiteres Betriebssystem simulieren kann (Virtuelle Maschine). Unter Ubuntu kann man also mit VirtualBox problemlos in einem Fenster Windows XP oder andere Betriebssysteme laufen lassen, was sich beispielsweise für die Nutzung von Windows-Systemen unter Linux oder zum Entwickeln von Software auf einer sicheren Plattform eignet.

Es ist möglich, in der laufenden Virtuellen Maschine die USB-Geräte, die an den Computer angeschlossen sind, zu nutzen. Hierfür muss lediglich der USB-Controller in VirtualBox aktiviert werden.

Unter Ubuntu macht die USB-Nutzung oft aber Probleme. Zwar werden die Geräte von VirtualBox erkannt, sind aber grau hinterlegt und lassen sich nicht anwählen.

Dieses Problem umgeht man, indem man die Benutzerverwaltung aufruft (System -> Systemverwaltung -> Benutzer und Gruppen), dort seinen Benutzer auswählt und auf “Gruppen verwalten” anklickt und dort “vboxusers” doppelt anklickt und das Häkchen vor dem eigenen Benutzernamen macht.
Nun sollte eigentlich schon alles laufen.

Sollten weiterhin Probleme auftreten, sollte in VirtualBox für das gewünschte Gastbetriebssystem ein leerer USB-Filter angelegt werden (Ändern -> USB, dort den USB-Stecker mit dem blauen Punkt anklicken).

Diese Lösung dürfte übrigens auch bei anderen Debianbasierenden Distributionen funktionieren.

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NPD plant Wahlwerbekampagne auf StudiVZ – und will absichtlich gegen den Verhaltenskodex verstoßen

Die NPD will im Wahlkampf um die Landtagswahl in NRW (am Sonntag den 9. Mai 2010) nun in sozialen Netzwerken wie StudiVZ und Facebook aggressiv um Wählerstimmen werben – und nimmt in Kauf, gegen den Verhaltenskodex von StudiVZ zu verstoßen.

Claus Cremer, Spitzenkandidat der NPD in Nordrhein-Westfalen rief gestern alle Mitglieder per E-Mail dazu auf, die virtuelle Maske fallen zu lassen und aktiv mit dem eigenen Profil bei Facebook und StudiVZ für die NPD zu werben.
Der Verhaltenskodex des Netzwerkes StudiVZ erlaubt solche Werbung nicht:

9. Es darf keine kommerzielle oder politische Werbung¹ von Nutzern veröffentlicht werden.

¹Dieses Verbot bezieht sich auf politische Inhalte, die nicht mit den Werten des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland vereinbar sind. Politischer Diskurs im Sinne einer demokratischen Gesellschaft und die Auseinandersetzung mit politischen Positionen und Programmen sind in unserem Netzwerk natürlich erlaubt und erwünscht. Wichtig ist allerdings: Auch in politischen Diskussionen gelten die generellen Regeln des Verhaltenskodex, also Respekt gegenüber anderen Nutzern, Verbot von Massennnachrichten etc.

10. Rassistische, gewalttätige, politisch extremistische, sexistische, diskriminierende oder sonst anstößige Veröffentlichungen, sowie solche, die andere Personen, Volksgruppen oder religiöse Bekenntnisse beleidigen, verleumden, bedrohen oder verbal herabsetzen, sind nicht gestattet.

Christiane Biederlack, PR-Managerin von StudiVZ, versicherte, dass sowohl Konten, als auch Gruppen täglich gescannt würden, ebenso gebe es eine Bad-Word-List.

Bislang wurde durch die NPD nur unauffällig im StudiVZ geworben, die “Deutsche Stimme” veröffentlichte einen Leitfaden für die politischen Profile:

Das Profil sollte möglichst einen offenen Menschen beschreiben, einen Menschen mit Humor, Beruf, Hobbys.

Man solle Kontakte knüpfen und unauffällig in politischen Diskussionen rechtes Gedankengut einbringen.

Die NPD geht nun das Risiko ein, diese Profile zu verlieren, da StudiVZ sie bei offensichtlicher Werbung löschen würde. Man solle einfach nach der Löschung ein neues, unpolitisches Profil erstellen und von neuem Anfangen mit dem Knüpfen von Kontakten.

Wem also ein solches Profil im StudiVZ auffällt: Es gibt einen “Melden”-Button auf jeder Profilseite! Ebenso bei Facebook, dort wird allerdings nicht derart gegen rechtsextreme Parteien durchgegriffen, die NPD darf dort sogar ein eigenes Profil mit über 800 Fans betreiben.

Quelle: DER WESTEN

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Der kleine braunschweiger Pinkelführer und die Wildpinkel-Fahnder

Wer in Braunschweig nur schnell mal pinkeln will, hat schlechte Karten. Entweder, er geht in das nächstbeste Geschäft (während der Öffnungszeiten) oder er betritt eine Kneipe, um die Notdurft zu verrichten. In beiden Fällen erntet der geplagte Braunschweiger allerdings strafende Blicke vom Personal: Toilettenbesuch ohne jeglichen Konsum ist nicht gerne gesehen, nicht selten werden geräumige sanitäre Einrichtungen, die Platz für mehrere Kollektivpinkler-Hundertschaften bieten zu Örtchen, die nur für Angestellte zugänglich sind, in Kneipen sieht man sich genötigt, den ohnehin schon aufregenden Harndrang durch ein weiteres Bier noch zu steigern.

Doch, natürlich, es gibt sie, die öffentlichen Toiletten. Nein, es gab sie. An wichtigen Knotenpunkten standen formschöne Klohäuschen, ansprechend verziert mit Eisenbeschlägen. Doch die sind jetzt weg. Nach und nach wurden sie abgebaut.
Eine öffentlich zugängliche Toilette kenne ich (eventuell gibt es sogar noch weitere, vermutlich gut versteckt): Sie steht auf dem Kohlmarkt, beinhaltet ein Urinal und ein Sitz-WC. Das Urinal ist kostenfrei nutzbar, das WC nicht. Nebenbei bemerkt schließt dieses WC am Abend und öffnet am Morgen wieder. Wer also nach 23 Uhr dort pinkeln will, steht vor verschlossener Glastür. Übrigens: Das WC sieht aus, als hätten vom Kaufpreis auch gut 20 weniger spacige Toiletten in Braunschweig verteilt werden können.

Dieser Missstand fiel auch einem Blogger auf. Auf seinem Blog URBI . Kompetenzmonopol Stadt veröffentlichte Georg Jahnsen den satirisch angehauchten Artikel über die TOP 5 Pissecken in Braunschweig. Dort stellt er diverse Ecken der Stadt vor, die zum “Wildpinkeln” einladen, illustriert mit schönen Fotos und wichtigen Tipps für den ambitionierten Wildpinkler.

Nun war unlängst in der Braunschweiger Zeitung zu lesen, dass die Polizei in Braunschweig zusammen mit dem Ordnungsamt eine Wildpinkel-Razzia durchführte, es wurden 29 Personen wegen Urinierens in der Öffentlichkeit angezeigt, ein solches Vergehen kostet nämlich in Braunschweig bis zu 100€! Vielleicht Geld, das die Stadt dringend braucht, um öffentliche Toiletten aufstellen zu können…
Jedenfalls scheint sich ein Mitarbeiter einmal in den großen Weiten des Internet umgesehen zu haben, auch dort muss ja schließlich Ordnung sein! Umd prompt fand er den oben genannten Blogartikel, dem Blogger wurde gleich mit strafrechtlichen Konsequenzen gedroht, um das öffentliche Urinieren auch im Internet ein für alle Mal zu verbannen. Oder vielleicht auch, um berechtigte Kritik nicht nach draußen zu lassen, wer weiß das schon?

Inzwischen schaltete sich Dr. Gert Hoffmann persönlich ein: Mit Foto der Bürgermeisters steht in der heutigen Ausgabe der Braunschweiger Zeitung zu lesen, dass die Bemühungen gegen den Blogger eingestellt worden seien. Er habe seine Mitarbeiter angewiesen, in Zukunft nicht jeden Quatsch im Internet aufzuspüren. Gut gemacht! Jetzt noch die Kritik annehmen und es “läuft” wieder besser in Braunschweig, ganz ohne Ordnungsgelder und Polizei.

Weitere Artikel über dieses Thema findet man beispielsweise im Younghard-Blog und bei der P.A.R.T.E.I in Braunschweig.

Übrigens: Dies ist nicht das erste Mal, dass Braunschweig auf sich aufmerksam macht. Vor einigen Jahren wurde der Satiriker Hartmut El Kurdi mit einem “Berufsverbot” in Braunschweig belegt (er darf nicht mehr an öffentlichen Kulturveranstaltungen teilnehmen), da er allzu oft in der NPD-Vergangenheit des CDU-Bürgermeisters wühlte.
Ebenfalls schlechte Presse gab es, als die Stadt ein spontanes Picknick auf dem neuen Schlossplatz verbot und durch das Ordnungsamt auf eine Sondernutzungsverordnung hinwies.

Fotos: Younghard, Lizenz: CC-BY-NC-SA

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Versichert die Meinungsfreiheit! Wo seid ihr, ihr mutigen Versicherer?

Dieser Artikel entstand nach dem Lesen des sehr empfehlenswerten Artikels “Über Abmahnungen” des Medienjournalisten Stefan Niggemeier.

Das “deutsche” Internet hat ein Problem mit der im Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland festgeschriebenen Meinungs- Informations- und Pressefreiheit. Dieser Artikel gibt jedem das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten, ebenfalls steht in diesem Artikel, dass die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film gewährleistet wird. Ebenfalls sagt er aus, dass keine Zensur stattfindet.
Im normalen Leben funktioniert das leidlich gut, man kann auf der Straße jedem seine Meinung mitteilen, man kann Unternehmen kritisieren und man kann meinen, was man will. Solange es nicht die Rechte Dritter verletzt (Paragraph 2 des Artikels 5). Direkt genannt ist da beispielsweise das Recht der persönlichen Ehre.

Doch dieses Recht scheint dort aufzuhören, wo die (begründete) Meinung anderer beispielsweise einer Person mit großem Budget missfällt. Das ist beispielsweise sehr oft der Fall, wenn die eigene Meinung zu öffentlich dargelegt wird, mehr noch wenn diese Meinung nicht nur in dem Moment, in dem sie geäußert wird für andere “sichtbar” ist, sondern für immer.
Dies ist im Internet der Fall.

Schreibt ein Blogger einen Artikel über eine Firma, ist dieser Artikel für jeden sichtbar, der über einen Internetanschluss verfügt. Wird dort Kritik geäußert, können extrem viele Menschen diese Kritik lesen. Oftmals werden in solchen Artikeln Rechtsbrüche der Firmen angeprangert, oft beruhen diese Artikel auf nackten Tatsachen und sind fehlerfrei recherchiert.
Trotzdem bekommt der Blogger als Reaktion der Firma nicht selten eine kostenpflichtige Abmahnung von Anwaltskanzleien, oft noch verbunden mit einer strafbewehrten Unterlassungserklärung. Es wird mit Gerichtsverfahren gedroht, man beruft sich auf bereits gesprochene Urteile, meistens gefällt vom Landgericht oder Oberlandesgericht Hamburg, immer zu Gunsten des Klägers, der Firma.
Angesichts dessen zahlen fast alle die in der Abmahnung verlangten Gebühren und unterzeichnen die Unterlassungserklärung, beugen sich dem Willen und Rechtsverständnis der Anwaltskanzlei der Firma und entfernen die beanstandeten Passagen.
Einen Anwalt und die Gerichtskosten kann sich kaum einer leisten, vor allem nicht, wenn man zuerst vor dem LG Hamburg verliert, ebenfalls die Berufung vor dem OLG Hamburg verliert (beide Gerichte sind bekannt dafür, die Meinungsfreiheit stark einzuschränken), um dann in die Berufung gehen zu können.
Vor den obersten deutschen Gerichten nimmt man die Verfassung nämlich ernster, ja das Bundesverfassungsgericht hob gar Urteile des Hamburger Landgerichtes auf und erklärte, dass sie gegen den 5 Artikel des Grundgesetzes verstoßen. Selbst Tatsachenbehauptungen seien demnach legitim, wenn sie zur Bildung von Meinungen beitragen, die Hamburger und Berliner Gerichte wurden nicht erst einmal vom Bundesverfassungsgericht wegen Einschränkungen der Meinungsfreiheit getadelt.

Tatsache ist also, dass Blogger und Journalisten oft hohe Abmahnungs-Summen zahlen, da sie nicht das nötige Geld besitzen, um das LG und das OLG Hamburg (dort wird nämlich in den meisten Fällen die Klage eingelegt) zu passieren, um eine Verhandlung vor einem Gericht zu bekommen, das speziell diese Grundrechte nicht so stark einschränkt.
Dies wird von vielen Anwälten schamlos ausgenutzt um Kritiker mundtot zu machen, wehren können sie sich eh nicht. Es werden nach wahren und faktengestützten Tatsachenbehauptungen Abmahnungen geschrieben, wer seine Meinung veröffentlicht und eventuell Eins und Eins zusammenzählt, läuft Gefahr abgemahnt zu werden. Selbst wer einen Namen in einem Artikel veröffentlicht, in dem die genannte Person nicht gerne genannt werden möchte, läuft Gefahr abgemahnt zu werden.

Nun mein Anliegen:
Es gibt ja Rechtsschutzversicherungen. Bisher allerdings (soweit es mir bekannt ist) kenne ich für solche Fälle nur Versicherungen die einspringen, wenn man selbst der Kläger ist.
Wie wäre es mit einer Rechtsschutzversicherung, die sämtliche Gerichtskosten übernimmt, wenn man es in solchen Fällen auf ein Gerichtsverfahren ankommen lässt, auch wenn es über mehrere Instanzen ausgetragen werden muss? Ich denke die Nachfrage ist vorhanden, so ziemlich jeder Blogger, der öffentlich kritisiert, kann in diese Lage kommen. Solch eine Rechtsschutzversicherung wäre optimal für einen Blogger. Egal ob Opfer oder Kläger, es müsste für jeden diese Leistung angeboten werden.

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Allen Nutzern mit Internetzugang die Administratorrechte nehmen

Das Magazin “the INQUIRER” fragte Mikko Hypponen, Chefentwickler des finnischen IT-Sicherheitsunternehmens F-Secure, was er ändern würde, wenn er eine Sache für die Zukunft aller Betriebssysteme ändern könne. Seine Antwort:

I would take away administrative rights from all online users.

Ich würde allen Nutzern mit Internetzugriff die Administratorrechte entziehen.

Das hätte schon längst passiert sein sollen, die meisten Nutzer hätten davon nicht einmal etwas mitbekommen, doch ein Großteil der Malware würde nicht mehr funktionieren. Durch Fehler der Anwender mit Administratorrechten auf ihrem Computer, können sich schädliche Programme, die aus dem Internet heruntergeladen wurden, schnell auf dem Rechner festsetzen und selbst installieren. Bei Nutzern ohne Administratorrechten ist das meistens nicht oder nur nach Passworteingabe möglich. Die meisten Linux-Distributionen verfahren so, um systemweite Änderungen vorzunehmen, muss der Nutzer das Root-Kennwort eingeben oder sich selbst temporär durch Passworteingabe zum Administrator machen. Das schützt vor unüberlegten Schritten, die das System gefährden.

Als besonders risikoreich sieht er Einbrüche in Nutzerkonten von Social Networks wie Facebook oder Twitter an. Der Einbrecher kann das Vertrauen der Freunde des Opfer ausnutzen und Spam oder Malware verbreiten.

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