Man muss sich nur mal in Portalen wie facebook oder schülerprofile anmelden, schon hat man einen Garant dafür, dass man täglich Nachrichten von kontaktsuchenden weiblichen Spambots bekommt. Das Internet hält da für jeden etwas bereit.
Meistens sind die PNs ziemlich langweilig. Das Profil fiel auf, deshalb soll man sich doch bitte mal unter der Telefonnummer sowieso melden, damit man gemeinsam mal was unternehmen kann.
Eine etwas ausgefallenere Variante, die über facebook verschickt wurde, hält allerdings Björn Röttgers auf seinem Blog bereit:
Hey einen schönen Donnerstag wünsch ich dir!
Du fragst null dich bestimmt eins warum ich dir schreibe, weil wir uns nicht kennen, aber ich fünf wollte mal paar neue Bekanntschaften zwei machen und man könnte sich ja vielleicht treffen. null Habe nur das Problem fünf das ich momentan kein Internet drei habe nur gerade von einer acht Freundin aus oder auf Arbeit, aber zwei wenn du trotzdem Interesse hast lass eins ich einfach meine Nummer da und hoffe das du damit gut umgehst! Damit ich sehe sechs das dein Interesse acht da ist, spiel ich nun ein kleines Spiel und verstecke ich jede Nummer einzeln im text. Ich freu mich auf dich.
Viele liebe Grüße, Marissa
Von der unauffällig eingebetteten Telefonnummer hört man im Netz anscheinend eine ganze Menge. Der Blogger informierte sich jedenfalls und stieß auf folgende Seite: whocallsme.com
Dort sind gesammelte Werke von Marissa zu finden. Vielleicht ist ja auch für Sie etwas dabei.
Auf eldests Blog gab es gestern einen interessanten Artikel über Werbung. Er schrieb, wie schlecht die Werbung von MediaMarkt und Konsorten zurzeit sei.
Den Gedanken mal weiter gesponnen: Die Werbung von MediaMarkt ist schlicht gesagt strohdoof. manche werden sie extrem lustig finden, weil es eben den Humor trifft. Wieder andere werden kopfschüttelnd darüber nachdenken, wer auf so schlechte Ideen kommen kann und wieso er sich nicht schämt, das auch noch öffentlich auszustrahlen. Und dann gibt es noch die, die aus Prinzip lachen, weil Oliver Dittrich die Charaktere mimt.
Jedoch haben alle etwas gemeinsam. Sie haben darüber mehr oder weniger nachgedacht. Und so haben sie auf die Werbung reagiert. Wenn sie nun gestresst durch die Stadt laufen, werden sie gewiss nicht an die Werbung denken, sondern lediglich daran, dass sie noch eine Druckerpatrone, eine Speicherkarte, zwei neue Computerspiele und Batterien brauchen.
Und da wird dann der nächstbeste Laden aus dem Unterbewusstsein gekramt. Das Unterbewusstsein fackelt nicht lange und befielt, in den Laden zu gehen, der letztens durch seine Werbung so auffiel und sich ins Bewusstsein einbrannte.
Schon haben wir die Bescherung. Wir wurden durch die blödeste und schlechteste Werbung seit dem Beginn der Menschheit manipuliert und hinters Licht geführt.
Das ganze Denkmuster passt jetzt natürlich lange nicht auf jeden. Mancher wird gerade bei Mediamarkt nicht einkaufen, da er sich das fest vorgenommen hat, der andere schaltet bei Werbung prinzipiell weg. Aber wenn nur ein Bruchteil der Zuschauer auf die Werbung anschlagen, hat es sich für die Kette gelohnt.
Nach 26 Jahren Haft soll der ehemalige Terrorist der RAF Christian Klar freigelassen werden. Das Stuttgarter Oberlandesgericht entschied, dass von dem 56-jährigen keine weiteren erheblichen Straftaten zu erwarten seien. Damit wurde dem Antrag der Bundesstaatsanwaltschaft statt gegeben. Kalr wird vermutlich am 3. Januar 2009 freigelassen werden.
Klar war wegen 9-fachen gemeinschaftlichen Mordes und elffachen Mordversuchs zu lebenslanger verurteilt worden, später wurde das Haftmaß wegen besonderer Schwere der Schuld auf mindestens 26 Jahre festgelegt. Klar soll an den Anschlägen auf Buback beteiligt gewesen sein, Zeugenaussagen zufolge tötete er zusammen mit Susanne Mohnhaupt den Bankier Jürgen Ponto und war an der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hans-Martin Schleyers beteiligt.
Wer allerdings Buback tatsächlich umbrachte, ist bis heute ungeklärt. Klar hat sich bis jetzt nicht von den Taten der RAF distanziert.
Im Mai 2007 lehnte Horst Köhler das Gnadengesuch des Ex-Terroristen ab. Klar schrieb vorher in einem Brief, dass er von dem, was er getan hatte, nichts bereue. Vermutlich war auch das einer der Gründe für die Ablehnung der frühzeitigen Haftentlassung 2007.
Man kennt Heidemarie Stefanyshyn-Piper aus den Nachrichten. Sie ist die Astronautin, der bei Außenarbeiten an der Raumstation ISS die 100.000 Dollar teure Werkzeugtasche abhanden kam.
Wie die Tagesschau aber heute mitteilt, ist die Tasche keineswegs verschwunden: Sie weist der ISS anscheinend den Weg und schwebt in der Erdumlaufbahn immer ein Stück vor der Station her. Auf Außenaufnahmen der ISS ist sie gut zu erkennen, allerdings reicht auch für uns Erdlinge ein Fernglas, um sie Abends über Europa herumschweben zu sehen.
Eigentlich wollte der chinesische Blogger Zola nach Deutschland einreisen, um hier in der Jury des Deutsche Welle International Weblog Awards zu sitzen. Daraus allerdings wurde nichts.
An der Grenze zur Sonderverwaltungszone Hongkong wurde der Blogger gestoppt und an der Ausreise gehindert. Als Grund wurde angegeben, dass er ein „potentielles Risiko für die Staatssicherheit“ darstelle.
Die ehemalige CNN-Asienkorrespondentin Rebecca MacKinnon beruft sich in ihrem Blog auf den twitter-Feed Zolas. MacKinnon unterrichtet heute Journalistik an der Universität in Hongkong.
Der unter dem Namen Zola agierende Blogger war in der Vergangenheit schon mehrmals mit den Chinesischen Behörden in Konflikt geraten. Er berichtete aus Krisengebieten, machte Reportagen über illegale Gefängnisse und wollte von den Olympischen Spielen berichten.
Das also ist der Preis für den Einsatz für die Menschenrechte in China und für unzensiertes Berichten über Missstände und illegale Machenschaften der Regierung.
Viele Freunde scheint sich China momentan nicht machen zu wollen.
In Berlin wollen 17 evangelische Kindertagesstätten eventuell die Fingerabdrücke der Eltern scannen und speichern.
Mit dieser Maßnahme soll sichergestellt werden, dass die Kinder nur von befugten Personen abgeholt werden. Diese müssten sich dann beim Bringen und Abholen der Kinder per Fingerabdruck ausweisen.
Interessant finde ich, dass gerade kirchliche Institutionen auf Technik setzen, um den persönlichen Kontakt zu Eltern und Kindern zu ersetzen. Kontrolle ist sicherlich wichtig, um zu gewährleisten, dass die Kinder nicht enführt werden. Allerdings hat das in der Vergangenheit auch gut ohne Speicherung biometrischer Daten geklappt.
Natürlich hat es Entführungen gegeben, dennoch halte ich es für nicht sinnvoll, die Verantwortung an technische Systeme zu übergeben. Es wird ausfälle geben. Und der Mensch ist weit weniger leicht zu überlisten, als ein Scanner.
Es war fast zu erwarten. Das neue Album von Guns n‘ Roses „Chinese Democracy“ wurde in China verboten. Aus dem Kultusministerium hieß es, dass alles, was Demokratie im Namen trage, nicht funktionieren werde.
Gestern war das Album nach einer 14-jährigen Wartezeit erschienen. Auch Liebhaber von Queen, Michael Jackson und Ozzy Osborne werden durchaus vertraute klänge in dem Album finden, es zeigt einen großen Teil der Geschichte des Rock auf.
Ein tatsächlich eindeutiges politisches Statement, welches den Titel erklärt, gibt es im Titelsong allerdings nicht. Zwar lässt sich viel interpretieren, dennoch scheint man bei dem Album mehr Wert auf Musik, als auf Politik gelegt zu haben.
Und: Mal wieder zeigt sich, was Verbote und Zensur letztendlich bringen: Die Meldung macht die Runde, das Album ist gleich aus mehreren Gesichtspunkten bekannt und berühmt. Und dass das Album in China aufgrund der Verbote nicht gehört wird, ist wohl eher Wunschdenken.
Bei der Sperrung der Domain wikipedia.de war ein ähnliches Phänomen zu beobachten, der vorher unbekannte umstrittene Artikel hatte plötzlich ein breites Publikum gefunden.
Das Verwaltungsgericht Wiesbaden stellte fest, dass es für die Erhebung von Rundfunkgebüren auf internetfähige Computer keine ausreichende Rechtsgrundlage gibt.
Dieses Urteil wurde im Falle des IT-Fachmanns Harald Simon gefällt, nachzulesen ist es auf seiner Internetseite, auf der er den Fall dokumentierte. Allerdings bleibt noch abzuwarten, ob die GEZ gegen dieses Urteil Revision einlegt.
Bereits letztens hatte ein Student erfolgreich gegen die Gebür auf seinen PC geklagt, da er ihn weder für Radio- noch für TV-Empfang nutze.
Frerk-Malte Feller wird der neue Chef des Internet-Auktionshauses eBay. Sein Vorgänger, Stefan Groß-Selbeck, wechselt zur Führung des Netzwerkes Xing und ersetzt dortden bisherigen Chef und Gründer Lars Hinrichs.
eBay strukturiert momentan den Konzern um, in Deutschland werden 100 der 1250 Mitarbeiter entlassen. Weltweit sollen 10% der Arbeitsplätze des Auktionshauses gestrichen werden.
Ein US-Bundesrichter hat angeordnet, fünf Gefangene aus dem Gefangenenlager Guantanamo zu entlassen. Bereits 2002 wurden sie in Bosnien-Herzegowina festgenommen und im Lager eingesperrt, ohne dass die Regierung Beweise gegen sie vorbrachte oder ihnen den Grund der Festnahme mitteilte. Seitdem waren sie als feindliche Kombattanten inhaftiert.
Diese Haft wurde jetzt von dem Richter als illegal bewertet.
Der Weg zu diesem Urteil wurde dadurch geebnet, dass der Oberste Gerichtshof bereits im Juni festgestellt hatte, dass den Inhaftierten ihr Haftgrund mitzuteilen sei. Nun werden weitere Prozesse dieser Art erwartet, wenn auch damit gerechnet wird, dass die Regierung gegen das Urteil Berufung einlegt.
Barrack Obama hatte bereits angekündigt, nach seinem Amtsantritt das Gefangenenlager zu schließen.
Höchst interessant wäre zu erfahren, ob das Urteil (sollte es gültig bleiben) für George W. Bush irgendwelche Konsequenzen haben würde. Schließlich war er der Regent, unter dem die Gefangenen in das Lager eingewiesen wurden.
Allerdings ist er auch der bald ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
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