Laut NPD-Parteichef Udo Voigt steht die NPD vor einer Zahlungsunfähigkeit.
Nach Unregelmäßigkeiten im Rechenschaftsbericht 2007 der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) strich der Bundestag der rechtsextremen Partei die Gelder aus der Parteienfinanzierung des Staates, was die Partei laut Voigt in eine Existenzkrise stürzte.
“Selbstverständlich ist es eine Existenzkrise, wenn der Bundestag uns von der Parteienfinanzierung völlig abschneiden will”
Bereits in der Vergangenheit war die NPD wiederholt durch Spendenaffären aufgefallen oder am Rande des finanziellen Ruins, diesmal allerdings ist es anscheinend so schlimm, dass sich die stolzen Germanen dazu herablassen, das auch dem gemeinen Pöbel unter die Nase zu binden.
Nicht nur finanziell, sondern auch allgemein wird es allerdings dunkel um die in Deutschland wohl umstrittenste Partei: Intern tobt seit einiger Zeit ein Machtkampf, der schon ein paar Opfer forderte und die NPD zurzeit stark zu schwächen scheint, gerade jetzt, wo die hochgelobte Kameradschaft innerhalb der Partei so wichtig wäre.
Hinter dem Rücken Voigts werden Absprachen zu Kandidatur zum Bundesvorsitz gegen ihn getroffen, auch das findet der Chef der Partei nicht gut.

Und tatsächlich, den ersten hochrangigen Funktionären der rechtsextremen Partei scheint der Boden zu heiß zu werden: Am Wochenende noch konnte man den Stellvertreter im Landesvorstand Niedersachsen der NPD, Andreas Molau, auf einer Demonstration in Osnabrück als Redner für die NPD sehen, an eben jenem Wochenende trat dieser aber in die ebenfalls als rechtsextrem eingestufte Deutsche Volksunion (DVU) ein.
Wenn sich dieser Trend so fortsetzt, hat sich die Diskussion um ein Verbot der NPD bald von ganz allein erledigt, dann allerdings hätte Deutschland eine starke DVU am Hals.
Übrigens: Am ersten Mai hat sich die NPD in Hannover angemeldet und will dort vermutlich eine größere Kundgebung zum “Tag der nationalen Arbeit” (heute “Tag der Arbeit”) veranstalten.
Die Gegendemonstration, so denn die Demo der NPD noch stattfindet, wird in einer Stadt wie Hannover vermutlich ein großes Ausmaß annehmen, an dem sich der politikinteressierte Bürger durchaus beteiligen sollte.
Auch die Satiregruppe Front deutscher Äpfel (FDÄ) kündigte sich bereits für die Gegendemonstration an:
Erster Mai 2009 – Tag des nationalen Apfels
Kampf um die Hauptstadt des Mittelmaßes
Antiboskopistische Aktionisten versuchen seit jeher, den Tag des Apfels für ihre Zwecke zu missbrauchen, infiltrieren das Volk und propagieren den “Tag der nationalen Arbeit”. Fallobst kriecht durch Straßen und Gassen auf der Suche nach naiven Bürgerinnen und Bürgern, in der Hoffnung, ihr Gehör zu finden.
Finden stattdessen Sie ihr Gehör! Mit uns, der wahren nationalen Kraft! Deutschland litt und leidet immernoch an der Ahnungslosigkeit der breiten Masse! Darum: Lügner abstrafen! Mit der FDÄ am ersten Mai an der hannoverschen Heimatfront kämpfen! Gemeinsam die antiboskopistischen Gruppen der Lächerlichkeit preisgeben!
1. Mai 2009
Schlacht um Hannover
Quelle: http://apfelfront-niedersachsen-bremen.de/