Online-Publikatoren sind Störfaktor
Wie ich heute im Deutschlandradio hören musste, steht es, wenn man mal die ganze Welt betrachtet, schlecht um die Presse- und Meinungsfreiheit. Angaben des CPJ (Committee to Protect Journalists) sind Weltweit erstmals mehr Onlinepublikatoren aufgrund ihrer Tätigkeit inhaftiert, als Printjournalisten.
Das scheint unter anderem daran zu liegen, dass gerade repressive Regierungen auf die schnelle Reaktionsfähigkeit der Onlinejournalisten und Blogger mit Abschreckung und Härte vorgehen müssen, da die Informationspolitik und somit die Regierung sonst Gefahr liefe, dass Nachrichten unkontrolliert und unzensiert für alle Welt sichtbar gemacht würden.
Gerade China steht in diesem Falle mal wieder als großer Zensurstaat da, gefolgt von Kuba, Burma, Eritrea und Usbekistan.
Insgesamt sind Weltweit ca. 125 Reporter aufgrund ihrer Tätigkeit inhaftiert, davon 45% Onlinejournalisten, 42% Printjournalisten und 13% Restliche (Radio, Film, Dokumentatoren).
Das CPJ setzt sich für die Freilassung von Journalisten ein, die aufgrund ihrer Berichterstattung hinter Gittern sitzen.
Zu diesem Thema passt auch mein Artikel über Zola, einen Chinesischen Blogger, der nach Deutschland zu einem Treffen der Bloggerszene einreisen wollte, aber schon in Hongkong aufgehalten und zurückgeschickt wurde, da die Regierung befürchtete, dass von ihm eine Gefahr für die Staatssicherheit ausgehe.
Aber auch Europa scheint von diesem Trend erfasst worden zu sein, wie die Entwicklungen in Italien erahnen lassen.
Wir wollen hoffen, dass so etwas Deutschland nicht erreicht. Repressiv würde ich unsere Regierung auf keinen Fall nennen, die Kontrolle hätte aber wohl jeder Regent gern.
Vielleicht noch ein Wort an die vielen Staatsschefs und Regierungsbeamten, die wemaflo.net lesen: Das Internet könnt ihr nur durch Abschalten zensieren. Und selbst dann würden Wege gefunden werden, Informationen in die Welt zu schicken, ohne dass ihr auch nur etwas davon bemerkt…







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