Online-Publikatoren sind Störfaktor

6. Dezember 2008 1 Kommentar

Wie ich heute im Deutschlandradio hören musste, steht es, wenn man mal die ganze Welt betrachtet, schlecht um die Presse- und Meinungsfreiheit. Angaben des CPJ (Committee to Protect Journalists) sind Weltweit erstmals mehr Onlinepublikatoren aufgrund ihrer Tätigkeit inhaftiert, als Printjournalisten.

Das scheint unter anderem daran zu liegen, dass gerade repressive Regierungen auf die schnelle Reaktionsfähigkeit der Onlinejournalisten und Blogger mit Abschreckung und Härte vorgehen müssen, da die Informationspolitik und somit die Regierung sonst Gefahr liefe, dass Nachrichten unkontrolliert und unzensiert für alle Welt sichtbar gemacht würden.

Gerade China steht in diesem Falle mal wieder als großer Zensurstaat da, gefolgt von Kuba, Burma, Eritrea und Usbekistan.

Insgesamt sind Weltweit ca. 125 Reporter aufgrund ihrer Tätigkeit inhaftiert, davon 45% Onlinejournalisten, 42% Printjournalisten und 13% Restliche (Radio, Film, Dokumentatoren).
Das CPJ setzt sich für die Freilassung von Journalisten ein, die aufgrund ihrer Berichterstattung hinter Gittern sitzen.

Zu diesem Thema passt auch mein Artikel über Zola, einen Chinesischen Blogger, der nach Deutschland zu einem Treffen der Bloggerszene einreisen wollte, aber schon in Hongkong aufgehalten und zurückgeschickt wurde, da die Regierung befürchtete, dass von ihm eine Gefahr für die Staatssicherheit ausgehe.
Aber auch Europa scheint von diesem Trend erfasst worden zu sein, wie die Entwicklungen in Italien erahnen lassen.

Wir wollen hoffen, dass so etwas Deutschland nicht erreicht. Repressiv würde ich unsere Regierung auf keinen Fall nennen, die Kontrolle hätte aber wohl jeder Regent gern.

Vielleicht noch ein Wort an die vielen Staatsschefs und Regierungsbeamten, die wemaflo.net lesen: Das Internet könnt ihr nur durch Abschalten zensieren. Und selbst dann würden Wege gefunden werden, Informationen in die Welt zu schicken, ohne dass ihr auch nur etwas davon bemerkt…

Wir lieben…

5. Dezember 2008 Keine Kommentare

…Feierabend!

Ausdrucken und heimlich bei Edeka über die Werbeschilder im Laden aufhängen… Die Verkäufer werden mit Sicherheit grinsen…

Gefunden in Tims Sammlung von dezent komischen Bildern…

Manche lernens einfach nie…

5. Dezember 2008 Keine Kommentare

Manchmal frage ich mich, wie blöd man eigentlich sein kann. Zum Beispiel, wenn ich wieder einmal einen Artikel bei ebay sehe, der einen wahnsinnig hohen Preis hat, weil die Bieter es nicht für nötig hielten, die Angebotsüberschrift und/oder die Artikelbeschreibung zu lesen:

iPhone-Karton

Hier der Link zum Artikel

demokrator.org – Der Demokrator unter den Blogs

4. Dezember 2008 3 Kommentare

Seit gestern besteht das neue Politikblog demokrator unter der Domain http://demokrator.org. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von densco und mir. Hier der Startpost, der das Blog erklärt und uns kurz vorstellt:

demokrator ist da…

…und wird ab sofort mit aktuellen Themen aus der Politik bestückt und aufgebaut.

Doch was ist demokrator.org, womit befasst sich dieses Blog und wer steckt dahinter? Was ist von demokrator zu erwarten, was ist das Ziel dieses Blogs? Hier gibt es die Antwort:

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!

Die Ärzte, “Deine Schuld”, erschienen auf dem Album “Geräusch” (2003)

Getreu dieser Maxime gründen Florian Mai und Denis Scollie demokrator.org, ein politisches Weblog. demokrator dokumentiert politisches Geschehen und kommentiert die aktuellen Entwicklungen. Primäres Ziel ist es, den Leser zu informieren und ihm die Möglichkeit zu geben, sich seine eigene Meinung zu bilden. Dabei legt demokrator größten Wert auf Objektivität, um Tatsachen nicht verfälscht dar zu stellen.

Florian ist der Gründer von demokrator und kümmert sich auch um die Technik von demokrator. Wenn er nicht gerade den Server auspeitscht, schreibt er Beiträge für demokrator. Er ist interessiert an Politik und Weltgeschehen und sieht die Dinge neutral.

Denis ist spontan mit eingestigen, als er vom Konzept von demokrator hörte. In der Schule war er immer der Streber in Politik. Er ist neutral eingestellt und informiert sich ausgiebig, bevor er sich eine Meinung bildet.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Kommentieren!

Obama veröffentlicht unter Creative Commons

2. Dezember 2008 Keine Kommentare

CreativeCommonsDie Internetseite des angehenden amerikanischen Präsidenten Barrack Obama (change.gov) steht nun unter der CC-BY Lizenz.
Somit dürfen sämtliche Inhalte unter Nennung des Urhebers verbreitet und veröffentlicht werden.

Am 20. Januar 2009 wird Barrack Obama sein Amt antreten, bis dahin wird er auf seiner Internetseite sein Programm vorstellen. Und jetzt darf es jeder verbreiten und veröffentlichen, ohne Angst vor Abmahnungen haben zu müssen.

Ein schönes Zeichen, wie ich finde. Creative Commons ist eine sehr gute Möglichkeit, eigene Werke und Publikationen zum Kopieren freizugeben, aber dennoch die Regeln dafür festzulegen. Man spricht hier von einem flexiblen Copyright.

Auch wemaflo.net steht unter Creative Commons, ich nutze hier die BY-NC-ND Lizenz mit der Version 3.0 (Namensnennung, keine komerzielle Nutzung, keine Veränderung des Werkes).

Virus mit Hang zur Kunst

2. Dezember 2008 Keine Kommentare

All diejenigen, die einen digitalen Bilderrahmen von Samsung gekauft haben, sollten etwas Vorsicht walten lassen. Auf der beigelegten Treiber-CD könnte sich der Virus W32/Sality befinden, der sich selbstständig auf dem PC in ausführbaren Dateien ausbreitet.

Gerade, wenn man den Rahmen im Ramen eines nun nahenden Festes verschenken will (5€ in die Wortspielkasse), sollte man vorher mal testen, ob da nicht eventuell etwas faul ist, das könnte unangenehme Rückfragen ersparen.
Allerdings meldet Heise, dass nicht jeder Virenscanner den Schadhaften Code bemerkt und identifiziert.

StudiVZ bald Facebook?

1. Dezember 2008 4 Kommentare

Das hatte Holzbrinck sich wohl anders vorgestellt. Das Social-Network StudiVZ wächst zwar ständig und stieg rasant in der Gunst der Benutzer, dennoch Fallen die Gewinne an der Community sehr viel kleiner aus, als erwartet, die Verluste höher.

Nun ließ die Wirtschaftswoche (WiWo) durchblicken, dass die Holzbrinck-Tochter zum Verkauf stehe und dass der US-Konkurrent Facebook an einem Kauf interessiert sei.
StudiVZ entstand als Klon von Facebook und machte dem Netzwerk mächtig Konkurrenz. Wenn Facebook das Social-Network nun aufkaufen sollte, hätte der US-Riese in Deutschland endlich den lange erkämpften Markt erobert.

wemaflo.net – jetzt mit noch mehr Banner!

1. Dezember 2008 Keine Kommentare

Es ist soweit, endlich hat wemaflo.net ein eigenes Linkbanner. In Benutzung ist es für den Freibrief, dort taucht es in der Partnerliste auf.

Wer mich also verlinken möchte (man könnte ja auch eine solche Idee kommen), dem sei dieses (88 x 31 Pixel kleine) Banner ans Herz gelegt:

wemaflo.net

Ich möchte gleich noch prody danken, der es gemacht hat.

Die Rückkehr des Botnetzes

1. Dezember 2008 Keine Kommentare

Vor ein paar Tagen konnte ich noch frohen Mutes berichten, dass diverse Botnetze ihre Steuerserver verloren haben, da McColo vom Netz zwangsgetrennt wurde, nun gehts leider weiter.

Das riesige Botnetz Srizbi ist gerade dabei, wieder Ressourcen heranzuholen und neue Steuerserver zu finden. Es zählt zu den bekanntesten und wichtigsten Botnetzen und wurde auch zum Teil von Servern von McColo gesteuert.

Die Firma FireEye errechnete den Algorythmus, mit dem die Server mit Domains verbinden und hätte die Bots nach eigenen Angaben dazu bringen können, sich von infizierten Servern und Rechnern zu löschen. Dies allerdings sei aus Sorge um die infizierten Systeme nicht geschehen.

(via: heise)

Straftäter in England am Pranger: Warnwesten bei Sozialstunden

29. November 2008 2 Kommentare

Da die Gefängnisse in Großbritannien überfüllt sind, werden viele Straftäter zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt und müssen im Zuge dieses „Community Payback“ Arbeiten zu Gunsten der Öffentlichkeit verrichten.
Das Konzept kennt man ja auch hier in Deutschland, bei minderschweren Fällen werden Sozialstunden verhängt, abgearbeitet und die Sache ist erledigt.

In Großbritannien allerdings geht man noch einen Schritt weiter: Die Sraftäter müssen bei den Arbeiten floureszierende Warnwesten mit der großen Aufschrift Community Payback tragen. Somit ist für jeden Passanten sofort ersichtlich, dass es sich um den Abschaum der Nation, einen verurteilten Straftäter handelt.

Die Politiker sagen, dass das alles nicht so gemeint sei. Man wolle lediglich die Öffentlichkeit schützen, niemanden erniedrigen, so Justizminister Jack Straw:

Leute, die kriminell werden, erniedrigen sich selbst.
[…]
die Bevölkerung verlangt, dass es bei einer Verurteilung vor allem um eines geht: Bestrafung.

Die Regierung erklärte, dass sie die Öffentlichkeit mit dieser Maßnahme für gemeinnützige Arbeit sensibilisieren wolle.

Es gab bereits Übergriffe auf so gekennzeichnete Straftäter, es wurde sogar ein Arbeiter von verfeindeten Gang-Mitgliedern angeschossen, als er, gut markiert, im Park Laub zusammen harkte.

Napo, die Gewerkschaft der Bewährungshelfer protestiert gegen diese Kennzeichnung und sagt zu den eigentlichen Zielen der Regierung, dass sie Straftäter erniedrigen wolle, um sich selbst stark aussehen zu lassen.

Bear