Uhren: Mechanische Wunderwerke

Blick auf das Werk meiner Taschenuhr

Als Orgelbauer ist man ja in vielerlei Hinsicht auch ein Mechaniker, Tastendruck und Registerzug wollen ja vom Organisten in irgendeiner Weise an das Tonventil oder die Registerschleifen (oder Ähnliches) weitergegeben werden. Mit dem Metier im Allgemeinen bin ich also vertraut.
Was mich aber immer wieder fasziniert ist die Welt der mechanischen Uhren. Schon die Quartzuhren sind ja an sich schon interessant, aber durch die moderne Technik ist es ja keine Kunst mehr, eine recht genau laufende, batteriebetriebene Uhr herzustellen.
Bei den mechanischen Uhrwerken in Taschen- oder Armbanduhren (w)(besonders den älteren) ist das anders. Man kann ihnen beim Arbeiten zusehen, die Technik verstehen und sich immer wieder wundern, dass das alles funktioniert. Und das Aufziehen einer solchen Uhr hat auch irgendwie immer etwas Besonderes.

Ziffernblatt meiner Taschenuhr

Zum Geburtstag habe ich von meiner Freundin eine schöne alte Lépine-Taschenuhr geschenkt bekommen (davon wollte ich sowieso schon lange Bilder hochgeladen haben), vermutlich stammt sie etwa aus dem Jahr 1900, hat ein Zylinderuhrwerk, das auf 10 Steinen ruht. Inzwischen ist sie von einem Uhrmacher gereinigt und gewartet worden, jetzt geht sie wieder einigermaßen genau (für die Bauart sind gewisse Gangabweichungen normal) und sieht von Innen wieder ordentlich uns sauber aus. Vermutlich wird es nicht die letzte Taschenuhr sein, die in meinen Besitz kommt… Wobei die noch viel filigraneren (weil ja kleineren) Armbanduhren auch interessant sind!

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