Facebook das Terrorcamp, Blogger die Terroristen?

Soeben wurde ich über das Weblog der FDP-Bundestagsfraktion auf folgendes Thema aufmerksam:

Inwieweit stellen Social-Networks und Blogs Gefahren durch Terrorismus dar?

Jeder Mensch mit einem Internetanschluss hat die Möglichkeit, sich bei einem Social-Network wie z.B. Facebook zu registrieren, dort Gruppen zu gründen, ebensolchen beizutreten und in Foren mit anderen Mitgliedern relativ ungestört zu diskutieren, sich zu verabreden und Dinge zu planen.
Auch Blogs wie dieses hier sind einfach und, wenn man es denn so will, anonym erstellt und verbreiten Informationen in die große weite Welt und in das größere, weitere Internet.

Natürlich werden diese neuen Möglichkeiten auch von terroristischen Vereinigungen genutzt, was die Bundesregierung zum Anlass nimmt, Weblogs als Ursache für die Verbreitung islamistischer Propaganda im Internet darzustellen:

Zur explosionsartigen Vermehrung islamistischer Propaganda im Internet trägt insbesondere das Phänomen der Weblogs bei. Es handelt sich dabei nämlich um Internetpräsenzen, die von jedermann kostenfrei, anonym und ohne besonderes technisches Wissen eingerichtet werden können, was auch von Islamisten umfänglich genutzt wird.

Um diese Gefahren des Internet und der Sozialen Netzwerke und Blogs zu analysieren, wurde das Gemeinsame Internetzentrum (GIZ) gegründet, welches sich aus Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt, Bundesnachrichtendienst, dem Amt für den Militärischen Abschirmdienst und dem Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof zusammensetzt.

Hier fließen Informationen zusammen, die im offenen Internet, also den Seiten, die öffentlich zugänglich sind, gefunden werden. Vermutlich allerdings auch mehr, ansonsten wäre eine solche Einrichtung relativ sinnlos.
Tatsächlich bräuchte die Bundesregierung für die Zusammenführung der Informationen, der Speicherung und der Auswertung, gegebenenfalls unter Hinzuziehung weiterer Daten eine rechtliche Grundlage, die so nicht gegeben ist. Surfen darf das Innenministerium, dabei nachdenken allerdings eigentlich nicht.

Dieser Beitrag wurde unter Bloggen, Computer, Internet, Politik, Recht abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Zeig's Ihnen!
Auf Twitter: | Auf Facebook: Facebook | In den VZ-Netzwerken: VZ-Netzwerke

Zeig's mir!
Mit Flattr:

3 Antworten auf Facebook das Terrorcamp, Blogger die Terroristen?

  1. AMUNO sagt:

    So langsam drehen die doch richtig durch. Ich fange gute 30% des deutschen Terror-traffics bei Bombenterror.de ab und die haben mich noch nie irgendwo hin eingeladen, oder sind auf die Idee gekommen mir einen Scheck zu schicken. Muss die wohl mal anrufen :D

    Gruß

    AMUNO

  2. wemaflo sagt:

    Versuchen kannst du es :) Es wird sicherlich gut Traffic bringen, wenn du diese Schlagzeilen gut anbringst :D

  3. impuls2008 sagt:

    …albern, albern,

    politische oder religiöse Einstellungen in extrimistischer Richtung & Ausmaß müssen doch erst einmal vorhanden sein um diese überhaupt weiter verbreiten zu können.
    Meinung kann überzeugen, klar, aber auch das genaue Gegenteil bewirken.
    Wenn mir jemand etwas vom “Heiligen Krieg” erzählt, dann weiß ich doch sehr genau (oder erst recht) was ich davon zu halten habe, Blogbetreiber sind doch keine Propheten, denen man mehr Glaubwürdigkeit einräumen würde als anderen Zeitgeistern.

    Meinung & Diskussion kann nicht falsch sein, besonders Letztere dienen letztlich immer der Aufklärung.

    Man sollte Internetnutzer nicht für unmündig halten, auch oder gerade von Seiten der Politik nicht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>