Es war einmal (1)
Es war einmal ein Anwalt. Dieser Anwalt kämpfte für das Gute in dieser Welt und setzte dafür alles ein, was er hatte. Es wäre ihm niemals in den Sinn gekommen, andere Leute (die auf gewissen Hierarchischen Grundlagen beruhend etwas weiter über ihm stehen) mit seinen Äußerungen zu schützen, um irgendeinen Nutzen daraus zu ziehen.
Nun begab es sich aber, dass dieser Anwalt durch Zufall von seiner Partei (die er schon finanziell, natürlich nicht aus Eigennutz, unterstützen musste) dafür ausgewählt wurde, eine Veruntreuungsaffäre aufzuklären. Es ging hierbei um einen recht kleinen Betrag von 637.000€, der in das Küchenstudio des Schatzmeisters geflossen sein soll.
Natürlich sollte nun schnellstmöglich herausgefunden werden, wie so etwas passieren konnte. Nachdem der verdächtige Schatzmeister nun alle Schwierigkeiten damit haben wird, zu verhindern, dass seine Akte von der Staatsanwaltschaft zum Gericht weiterrennt, bleibt für den klugen Anwalt kaum ein Zweifel offen. Der Schatzmeister wars.
Nun mag man sich natürlich fragen, wie denn ein solcher Betrag mal eben verschwinden könne. Das fragte sich auf dem zufällig zu dieser Zeit stattfindenden Parteitag tatsächlich einer der Anwesenden. Und tatsächlich stellte er diese unverschämte Frage, auch in Bezug auf weitere Schuldige, wie zum Beispiel den Chef der Partei, der ja eigentlich wenigstens eine kleine Übersicht über die Machenschaften seines Schatzmeisters haben sollte, woraufhin der schlaue Anwalt (natürlich ganz ohne Hintergedanken) sagte, dass das Geld ja in noch viel kleineren Raten abgebucht wurde (wenn es denn abgebucht wurde), hierbei handelt es sich um ca. 30 Buchungen (kurz nachgerechnet: 637.000 : 30 = 21.233). Ein wirklich lächerlicher Betrag, Geld, dass eigentlich jeder Bundesbürger gerade mal so in der Tasche hat.
Das kann bei einer derart gut situierten und großen Partei des Volkes schonmal verschwinden, ohne dass es ein Parteichef merkt. Trotzdem spricht ein Delegierter vom „absoluten Super-GAU“, was erstens bei dieser Partei natürlich in keiner Weise vorbelastet ist, zweitens auch absolut so nicht im deutschen Sprachgebrauch vorkommt.
Da ebendieser Parteichef den Anwalt nun derart sympatisch fand, bat er seine lieben anwesenden Parteifreunde, diesen zum Parteichef zu machen, falls er abgewählt würde. Doch so bekannt die Bevölkerungsgruppe, die dieser Partei nahesteht, auch dafür bekannt ist, auf das zu hören, was eine Führungsperson sagt, diesmal reichte es nur zum stellvertretenden Parteichef. Gut für den alten Parteichef, der es weiterhin ist.
Und der Anwalt? Naja, der hatte ja eigentlich nie vor, an die Macht zu kommen, Eigennutz ist ihm fremd. Von daher stört es ihn ganz sicher nicht, dass er nur fast die Macht hat. Und was nicht ist, kann ja noch werden.
Und so endet nun diese Geschichte in einem kleinen Örtchen in Oberfranken mit ganz viel guter Stimmung und einer Partei, die stärker ist, als je zuvor. Und vor allem sind ja nun alle Streitigkeiten und Probleme aus der Welt geschafft.













Jaa, um wen es sich hier wohl handeln könnte…
Wird das fortgesetzt?
„Das kann bei einer derart gut situierten und großen Partei des Volkes schonmal verschwinden, ohne dass es ein Parteichef merkt. Trotzdem spricht ein Delegierter vom “absoluten Super-GAU”, was erstens bei dieser Partei natürlich in keiner Weise vorbelastet ist, zweitens auch absolut so nicht im deutschen Sprachgebrauch vorkommt.“
Was meinst du damit?
GAU kenne ich als Abkürzung für größter annehmbarer Unfall und als Bezeichnung für eine Region (wird bspw. bei einigen Pfadfinderstämmen benutzt).
Wenn du damit andeuten willst, dass man es mit den Nationalsozialisten in Verbindung bringen kann, dann such schon mal ein passendes Wort für Autobahn. -.-
Ja, das ist schon richtig. GAU heißt „größter anzunehmender Unfall“. Aber nen Super-GAU gibts nicht (super größter anzunehmender Unfall). Soweit zum „kommt so im dt. Sprachgebrauch nicht vor“.
Aber wie kommst du auf Nationalisten? Hab ich doch gar nicht erwähnt
Die Autobahnen, die im dritten Reich gebaut wurden, wurden zu 80% von der SPD geplant… Aber der Beitrag ist, wie du ja sicher festgestellt hast, nicht ganz ernst gemeint.
Mach mal wieder ein paar Fotos auf deine Seite
Das dauert mir alles zu lange!
Das Laster der schriftlichen Kommunikation: Missverständnisse, Missverständnisse und Missverständnisse.
Neue Bilder sind in Arbeit, das werden so ca. 20-30 meines letzten Urlaubs im Süden sein (mehr wird nicht verraten).
„Ich danke für Ihr Interesse.“