Ja, was soll man da sagen? NDRinfo teilt auf NDR.de mit, Andreas Molau habe sich komplett aus der rechtsextremen Szene zurückgezogen, Arbeitsverträge mit der NPD gekündigt, Kontakte zum privaten Umfeld abgebrochen und sich an den niedersächsischen Verfassungsschutz gewandt. Er sei sich bewusst, dass dieser Schritt nicht umkehrbar sei und möchte den Weg zurück in die Gesellschaft finden.
Für die rechtsextreme Szene scheint er nicht mehr viel übrig zu haben, das zumindest liest man aus seinen Äußerungen in dem Artikel, er bezeichnet die NPD als “völkische Taliban” und nennt den Devotionalienwahn (T-Shirts, Zimmerflags) “schlicht skurril”.
Der Rassist Molau hat in den Reden zugespitzt, um Wirkung zu erzielen – der jetzige Molau möchte gerne versöhnen.
Nun möchte er Aufklärungsarbeit über den Rechtsextremismus leisten und sich in sozialen Projekten für Integration stark machen.
Wer sich dafür interessiert und, aus welchen Gründen auch immer, das Geschehen um Molau verfolgte, sollte sich den Artikel durchlesen.
Ich bin über diese Nachricht ziemlich überrascht und (wie ja zuvor auch) gespannt, wie sich das entwickelt. Es ist ja nicht das erste Mal, dass sich Menschen von solchen Kreisen abwandten. Ich hoffe (auch für ihn), dass er sich nicht nur von der NPD und der aktuellen rechtsextremen Szene losmachen will, sondern die gesamte rechte Ideologie ablehnt. Mich berührt das irgendwie, ich kann gar nicht genau sagen, warum.
Wie dem auch sei, den Nazis wird er fehlen, ohne seine Rhetorikkünste wird es (hoffentlich) um einiges schwerer, Hass und Naziparolen durchschnittsbürgergerecht zu verpacken und an den Mann zu bringen.
Das kann ich kaum glauben! Ich bin auf weitere Informationen gespannt. Ihm und seiner Familie wünsche ich auf jeden Fall, dass er (und sie) es schafft, sich wirklich vom rechtslastigen Gedankengut zu befreien.