WordPress-Deutschland wechselt die Domain – Solltest Du es auch tun?

WordPress ist nicht nur eine frei verfügbare Open-Source-Software zum bloggen, sondern auch eine Marke, welche erst kürzlich von Automattic an die WordPress-Foundation übereignet wurde. Zu WordPress gehören beispielsweise der Bloghoster WordPress.com und die Gemeinschaft um die freie Software WordPress unter WordPress.org (dort wird die Software auch zum Download bereitgestellt).

Neben diesen offiziellen Portalen gibt es aber eben auch Gemeinschaften, die mit der Marke WordPress nicht direkt in Verbindung stehen, als sehr bekanntes Beispiel ist hier WordPress-Deutschland zu nennen. Dort wird einerseits eine deutsche Version der Software angeboten und andererseits in einem großen Supportforum Hilfe und Unterstützung für die deutschen Nutzer von WordPress, BuddyPress und bbPress geboten. WordPress-Deutschland ist also grob gesagt die Anlaufstelle der deutschen Nutzergemeinde von WordPress, dennoch gehört WordPress-Deutschland nicht zur Marke WordPress.
WordPress-Deutschland war bisher unter der Domain “wordpress-deutschland.org” erreichbar und wird nun die Domain umstellen. Der Grund dafür liegt in der oben genannten Marke, besser gesagt in der Trademark Policy der “WordPress Foundation”, die es nicht erlaubt, den Namen WordPress in der Domain zu benutzen. WordPress-Deutschland wird daher der Bitte der WordPress Foundation entsprechen und in Zukunft unter wpde.org erreichbar sein.

Solltest auch Du ein Projekt betreiben, welches sich mit WordPress beschäftigt und den Namen oder das Logo von WordPress benutzt, solltest auch du darauf achten, dass die Richtlinien der WordPress Foundation eingehalten werden. Hier eine kurze sehr freie deutsche Zusammenfassung der englischen Trademark Policy den Namen und das Logo von WordPress betreffend.

Es ist dir erlaubt, den Namen oder das Logo von WordPress zu nutzen, wenn dein Projekt den folgenden Kriterien entspricht:

  • Es hat den primären Zweck, die WordPress-Software zu verbreiten und zu verbessern.
  • Dein Projekt ist nicht kommerzieller Natur (es darf Geld zur Kostendeckung abwerfen, aber nicht profitorientiert sein).
  • Dein Projekt ist mit der GPL-Lizenz konform, unter der auch WordPress steht und ist weder verbunden mit Instanzen, die es nicht sind, noch begünstigt es solche.

Weiterhin ist es erlaubt, den Namen WordPress oder das WordPress-Logo zu benutzen, um Angebote eines Projektes zu beschreiben (zum Beispiel Hosting von WordPress-Blogs oder Anbieten von WordPress-Themes).

Bitte beachten: Es ist untersagt, den Namen WordPress als Teil einer Domain zu nutzen, dies ist allein offiziellen Teilen von WordPress vorbehalten.
Weiterhin ist es untersagt den Namen WordPress oder das WordPress-Logo in Werbung wie AdSense oder AdWords zu benutzen.

Die Trademark Policy sagt übrigens explizit, dass das WordPress-Kürzel “WP” nicht Teil der Marke ist und frei verwendet werden kann (wie es WordPress-Deutschland ja nun auch tut).

Noch ein Schlusssatz: Ich bin weder Jurist, noch ist das hier ein gültiges Marken-Regelwerk für WordPress, ich wollte lediglich den regelkonformen Umgang mit der Marke WordPress auch denen verständlich machen, die den englischen Text nicht verstehen. Dies ist also keine Rechtsberatung, sondern ein gut gemeinter Leitfaden, um Ärger aus dem Wege zu gehen.

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: WordPress spielt Apple | chriszim.com

  2. Find ich in Ordnung. :) Ich fand es schon immer sehr verwirrend, zumindest in meiner Anfangszeit, dass hinter WordPress-Deutschland nicht die WordPress-Foundation bzw. Automattic stand. Da gab’s dann teilweise auch noch Kompatibilitätsprobleme etc.

    Wenn ich was tolles neues entwickle und mit der Developercommunity teile, würd ich den Namen meines Produktes, selbst wenn es nicht direkt kommerziell vertrieben wird, auch gerne selbst verwalten. ;)

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    • Das stimmt sicher. Allerdings ist es ja nun so, dass WordPress in Deutschland lange nicht so bekannt und erfolgreich geworden wäre, wenn sich nicht die deutschen Entwickler bei WPDE getroffen hätten, Sprachdateien übersetzt und Support geleistet…
      Es gibt neben dem WPDE-Forum kein deutsches Supportforum für WordPress und die deutsche Nutzer- und Entwicklergemeinde ist ebenfalls dort zu finden. Es wäre also eher ein feiner Zug der Foundation gewesen, die Plattform, von der WordPress sehr profitiert hat, entweder offiziell mit aufzunehmen, oder sie einfach weiter das tun zu lassen, was sie seit langem sehr gut getan hat und ihr einen Darfschein auszustellen.
      Andererseits: Markenreinhaltung ist schon wichtig. Nur man kann ja gerade in solchen Fällen eine Ausnahme machen. Finde ich :)

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