Dass WikiLeaks-Mitgründer und (öffentlicher) -Kopf Julian Assange nach der Veröffentlichung der teilweise als geheim eingestuften amerikanischen Depeschen, die zwischen den Botschaften und dem Außenministerium der USA ausgetauscht wurden, in Amerika und dem Rest der Welt mit einem internationalen Haftbefehl wegen Vergewaltigung (offiziell) gesucht wird, ist ja allgemein bekannt. Auch, dass die amerikanische Regierung ihn als Hochverräter und Staatsfeind betrachtet ist nichts neues.
In der Washington Times allerdings ruft der Kolumnist Jeffrey T. Kuhner derzeit offen dazu auf, Assange zu ermorden und setzt Assange dabei einem Terroristen gleich:
News reports say the WikiLeaks founder is hiding out in England. If that’s true, we should treat Mr. Assange the same way as other high-value terrorist targets: Kill him.
Der Titel der Kolumne übrigens lautet übersetzt:
Kuhner: Ermordet Assange
Web-Provokateur untergräbt den Krieg gegen den Terror und bedroht das Leben der Amerikaner
Man darf also (so scheint es) als Kolumnist in Amerika öffentlich dazu aufrufen, einen Menschen zu ermorden.

Das ist mal ’ne Nummer. Ist so was in Deutschland auch erlaubt? Harter Tobak auf jeden Fall.
Ich glaube nicht, dass man hier zur Ermordung von Menschen aufrufen darf, die einem nicht in den Kram passen oder die Geheimnisse verraten haben. Eigentlich darf man hier doch ganz überhaupt nicht irgendwie zum Mord aufrufen, Anstiftung zum Mord wird doch verfolgt wie Mord selbst, oder nicht? http://bundesrecht.juris.de/stgb/__26.html
Wobei diese ständigen Aufrufe zur Wiedereinführung der Todesstrafe ja prinzipiell auch nichts anderes sind.
Ich finde das ziemlich abartig. Aber die Amis haben immer wieder gezeigt, wie dehnbar ihr Gerechtigkeits- und Rechtsbegriff ist…
Die Vergewaltigungssache finde ich auch sehr durchsichtig…
In soviet russia, assange kills U!
Natürlich darf man in Amerika öffentlich zum Mord aufrufen. Machen die doch täglich. Haben doch genügend Leute in den Gefägnissen, die vom Staat hingerichtet werden und foltern außerdem schön in der elt herum. Da ist ein Mordaufruf eines Kolumnisten gar nicht mal notwendig, das regeln die Amis schon so.
Na sicher, aber das ist ja in deren Selbstverständnis kein Mord… Das ist ja gerechtfertigt und legitim (oder besser von Gesetzen gedeckt).
Kuhner will das ja anscheinend nicht, er ruft einfach dazu auf, Assange zu töten.
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Ist ja mal wirklich ne krasse Sache… Anbei, es entwickelt sich ja alles sehr schön hier
Gruß
AMUNO
Anstiftung zum Mord wäre in Deutschland eine Straftat nach §111 StGB und würde bis zu 5 Jahren Haft bzw. mit Geldstrafe belegt, soweit die Tat erfolgslos bleibt!
In manchen Demokratien gehört es offensichtlich zum guten Ton, wie auch Krieg immer noch als akzeptable Politik mit anderen Mitteln zu sein scheint.
Amerikaner sind die Nazis des 21. Jahrhunderts !!!
Hey,
Ja, dass es erlaubt ist in Amerika öffentlich zum Mord aufrufen kann stimmt! Die haben da ja einen unglaublich großen Freiheitsbedürfniskomplex, was an sich nicht schlecht ist, aber in dem Fall von Meinungs- und Äußerungsfreiheit eben auch solche krassen Kommentare einschließt! Ich war ehrlich gesagt auch etwas schokiert, als ich davon erfahren habe.
Letztens lief zu dem Thema auch ein Radiobeitrag im DLF. Es ging dabei um einen bekannten amerikanischen Moderator, der dazu aufgerufen hatte bestimmte Mitglieder der Demokraten zu töten. In Folge kam es wirklich zu einem Attentat auf einen dieser Mitglieder, welches mit der Aussage des Moderators in Verbindung gebracht wurde!
….Freiheit hin oder her, aber zuviel kann sich offentsichtlich negativ auswirken und beschränkt ganz klar die Freiheitsrechte anderer! Die Frage ist wieviele Regeln brauchen wir und wann wird es zuviel….?
Mit lieben Grüßen
Grete