Sie ist wohl angekommen in der Netzgemeinde: Nachdem Köhler sein umstrittenes Interview gab, dass durch die daran geäußerte Kritik offiziell zu Köhlers Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten führte, entstand eine satirische Internetseite, die den Anschein erwecken sollte, Köhler habe die Firma Horst Köhler Consulting gegründet und biete zusammen mit Helmut Kohl, Roland Koch, Joschka Fischer und Gerhard Schröder Wirtschaftsdienstleistungen an.
Einen Tag nach dem Rücktritt Köhlers war diese Internetseite allerdings wieder verschwunden. Ein Mitarbeiter des Bundesverwaltungsamtes hatte anscheinend eine drohende E-Mail an den Provider verfasst, in der die finanziellen Konsequenzen für den Kunden auf etwa 1.000.000 Euro geschätzt wurden. Daraufhin nahm der Provider die Seite sofort vom Netz, um den Kunden vor den finanziellen Folgen zu schützen.
Der Mitarbeiter verbot dem Provider auch gleich, über die E-Mail zu sprechen, es war ihm nicht einmal erlaubt, dem Kunden die rechtlichen Hintergründe mitzuteilen.
Vorher rief bereits ein Mann an, der sich für einen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Köln ausgab und Details zu dem Kunden verlangte. Die bekam er allerdings nicht, da eine solche Vorgehensweise unüblich und mit dem Datenschutz nicht vereinbar ist.
Nun kommts aber: Das Bundesverwaltungsamt weiß von nichts. Die Sperrung der Seite wurde nicht vom Bundesverwaltungsamt veranlasst. Die E-Mail allerdings kam von einem Computer der Behörde, also von einem Mitarbeiter, der eigenmächtig und anmaßend handelte. Das Bundesverwaltungsamt hat nun Ermittlungen gegen den Täter aufgenommen.
Der Ersteller der Internetseite ließ selbige nun durch einen Anwalt ansehen und stellte sie dann wieder ins Netz.
Der Seite scheint viel Beachtung geschenkt zu werden, der Server reagiert etwas langsam. Daher hier Screenshots:
via: taz.de



Etwas langsam ist wohl untertrieben.
Die Ladezeit erinnert mich an 56k Zeiten.
@Sanku
Tjaja, laut Taz etwa 2000 Zugriffe pro Sekunde, da darf das etwas langsam sein…