So geschehen beispielsweise in Hamburg, direkt am Hauptbahnhof, in schön prominenter Lage:
Inzwischen fand ich heraus, dass es anscheinend ganz normal ist, dass sich die „großen“ Parteien das Recht herausnehmen, die Plakate der Piraten abzuhängen, deren Befestigung zu nutzen, sie mit eigenen Plakaten zu tapezieren oder sie zu verdecken. Auch wurde gerne vor der genehmigten Zeit (vorgestern, 0:00 Uhr) plakatiert. All diese Machenschaften sind bei den Piraten dokumentiert.
Die Wahlberechtigungskarten wurden weitestgehend verschickt, Wahlvorstände berufen, der Wahlkampf beginnt. Am 27. September ist Wahltag.
Bei der Europawahl stellte ich hier das Internettool „Wahl-O-Mat“ vor, mit dem der Nutzer seine Übereinstimmungen mit den verschiedenen Parteien prüfen kann. Und auch jetzt, einen Monat vor der Wahl zum Deutschen Bundestag treffen hier täglich viele Suchanfragen zu dem oben genannten Programm ein, die Wähler wollen sich informieren.
Der Wahl-O-Mat ist zurzeit noch nicht aktiv, bald aber wird er es sein. Auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) findet man die Information, dass der Wahl-O-Mat Anfang September seinen Dienst wieder aufnehmen und den Bürger beraten wird.
Bis dahin heißt es: Selbst recherchieren und Wahlprogramme lesen. Hier eine Linkliste zu den Programmen oder Internetpräsenzen der momentan wichtigeren Parteien:
Es fällt übrigens auf, dass die meisten Seiten der Parteien ziemlich unübersichtlich sind. Teilweise findet man überhaupt kein Wahlprogramm, teilweise ist es gut versteckt. Aber macht euch selbst ein Bild!
Die meisten kennen vermutlich die Wahlwerbekampagne der CDU und damit auch ihre Aussage „Wir haben die Kraft“. Erstmal sollte sich jeder an dieser Stelle überlegen, ob diese Kraft ausreicht, um den Rest des Wahlkampfes ganz einfach erstmal ruhen zu lassen.
Danach könnte man mal einen Blick auf die anscheinend von Profihand umgestaltete Internetseite der CDU werfen und vor erstaunen verblassen und in Ehrfurcht erstarren. Nicht schlecht, wirklich. Okay, Validität ist etwas anderes, aber darauf sollte man nicht zuviel Wert legen, Hauptsache die Seite wird angezeigt.
Auch hier findet man den Slogan „wir haben die Kraft“ (oben rechts). Eigentlich würde ich an dieser Stelle ja gern ein Bild aus der Werbebibliothek der CDU einbinden, aber die sind leider nur für die akkreditierte Presse und nur für positive Berichterstattung, keinesfalls (und das unter Strafe!) aber für diffamierende oder satirische Zwecke zu nutzen. Gut, diffamieren will ich hier niemanden, aber lassen wir es gut sein.
Eines allerdings scheinen die Entwickler und die Leute von der Öffentlichkeitsabteilung vergessen zu haben:
Um Wasser zu sparen, sollen Brasilianer künftig unter der Dusche Wasser lassen. Man spare so die Spülung und so mit jedem Mal ca. 12 Liter Wasser, bei lediglich einer Spülung am Tag spare so jeder 4380 Liter Wasser im Jahr.
Eine Stadt wie São Paulo beispielsweise könne so in der Sekunde 1500 Liter Wasser sparen, was der Umwelt zugute komme. Die Organisatoren raten, gleich zu Anfang beim Duschen zu Pinkeln, um sich danach noch abduschen zu können.
Nun müssen also auch die Männer wenigstens in Brasilien multitasking-fähig werden, sonst spart man auch unter der Dusche pinkelnd kein Wasser.
Wie ich heute im Radio hörte, erließ die Staatsanwaltschaft Braunschweig einen Haftbefehl wegen erwerbsmäßigen Betruges gegen einen 30-jährigen Seesener.
Zusammen mit weiteren Komplizen ergaunerte er vermutlich 5 Millionen Euro per sms, indem er Komplizen als Animateure in Chatrooms schickte, die sich als Frauen ausgaben und kontaktsuchenden Männern bereitwillig ihre Handynummern gaben, um private Treffen zu vereinbaren.
Der Haken: Jede SMS kostete die Männer unbemerkt 1,99€. Um möglichst viel Gewinn zu machen, wurden die Männer hingehalten und dazu verleitet, weitere SMS zu schicken.
Heute durchsuchte die Polizei die Wohnung des Haupttäters und 11 weitere Wohnungen der mutmaßlichen Komplizen und stellten Material sicher. Die Zahl der Opfer soll im sechstelligen Bereich liegen.
Gerade fand ich beim Stöbern eine bereits wieder rückgängig gemachte Version des Artikels vom Berliner Dom. Den dort aktiv gewesenen Vandalen muss die damals geplante Restaurierung des Kuppelkreuzes gestört haben, sehen Sie selbst:
Es ist zwar nicht so toll, wenn Artikel in der Wikipedia einfach von Vandalen geändert werden, aber das hier ist schon irgendwie wieder so frech, dass es nicht mehr ärgert…
Am 18. August schrieb ich darüber, dass auf wemaflo.net ab sofort das Plugin http:BL genutzt wird, dass den IPs, die auf den Blacklists von Project Honey Pot stehen, den Zugriff auf das Weblog verwehrt.
Heute ist der 27. August und es ist zu erkennen, dass die Zahl der Spamkommentare merklich zurückgegangen ist. Eine Vielzahl der Spammer-IPs wird geblockt und die Zahl der täglichen Spamkommentare ist von bis zu 70 auf 0-11 zurückgegangen.
Ausgesperrt werden hier alle IPs, die auf der „Bedrohungsskala“ von Project Honey Pot einen Wert von über 29 haben.
Staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften erhalten in StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ kostenlos Edelprofile. Als erste Religionsgemeinschaft hat die Evangelische Kirche ein solches eingerichtet, zu finden ist beispielsweise ein Live-Ticker, ein Webradio und Links zu Seelsorgeangeboten. Die Pinnwand hat in diesem Profil ein vorgegebenes Diskussionsthema und wird so als Forum genutzt. Weitere Religionsgemeinschaften, wie die Katholische Kirche haben das Angebot bislang nicht wahrgenommen.
Derweilen entstand die Diskussion, ob solche Profile in den Social Networks sinnvoll sind. Einerseits bezieht das StudiVZ damit eine Stellung zur Religion und wirkt in gewisser Weise missionierend, andererseits stellt die Vergabe der Profile ausschließlich an anerkannte Religionsgemeinschaften den nicht staatlich anerkannten gegenüber eine Ungleichstellung dar. Islamische Gemeinschaften beispielsweise sind nicht anerkannt und bekommen daher kein Profil, anhänger dieser Religion gibt es in Deutschland dennoch viele.
Auch die atheistischen oder konfessionslosen Gemeinschaften bekommen kein Profil.
In Deutschland ist die Kirche klar vom Staat getrennt, eine Staatsreligion gibt es nicht, die Freiheit des Glaubens ist Grundgesetzlich geschützt (Art.4 GG).
Die Piratenpartei hat ein neues Mitglied, und was für eines: Herbert Rusche (57), Gründungsmitglied der Bundespartei DIE GRÜNEN trat dem Landesverband Hessen bei und wird dort im Rahmen der Gleichstellungspolitik engagieren.
Nicole Hornung aus dem Bundesvorstand der Piraten äußerte sich zu dem neuen Mitglied mit langjähriger Erfahrung:
„Herberts langjährige politische Erfahrung ist für uns unschätzbar wertvoll. Zudem hat er schon einmal dazu beigetragen, eine Gruppierung engagierter junger Menschen in Richtung einer regierungsfähigen Partei zu entwickeln. Nach unserem Einzug in den Bundestag wird uns Herbert Rusche bei der Arbeit im politischen Alltag daher sehr helfen können.“
Herbert Rusche war der erste Politiker im Bundestag, der sich zur Homosexualität bekannte und der erste Politiker, der sich mit dem Thema AIDS auseinandersetzte.
wemaflo.net in Kommentaren