Die Innenminister sprachen sich auf der Innenministerkonferenz (IMK) in Bremerhaven für ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von sogenannten „Killerspielen“ aus.
Spiele, die wirklichkeitsnah Tötungshandlungen oder sonstige Gewalttaten an Menschen als Thema haben, sollen somit so schnell wie möglich verboten werden:
„Für Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist, ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot so schnell wie möglich umzusetzen.“
(Beschlussvorlage der IMK, veröffentlicht auf Welt.de)
Nun soll der Bundestag noch vor den Wahlen über ein Verbot der Gewaltspiele entscheiden, so jedenfalls wollen es die Innenminister. Das Verbot soll eine Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden sein, einer der Gründe ist, dass Amokläufer meistens auch Killerspiele spielten.
Auch wenn ich selber keine Killerspiele spiele, kenne ich in meiner Altersklasse erstaunlich wenige männliche Jugendliche, die nicht regelmäßig Killerspiele spielen. Und ich kenne sehr viele männliche Jugendliche meiner Altersklasse. Allerdings darunter keinen Amokläufer, hoffentlich bleibt das so.
„Eine Konsequenz aus Winnenden kann nicht nur eine Verschärfung des Waffenrechts sein, das die Innenministerkonferenz bestätigt hat“
Uwe Schünemann, Niedersachsens Innenminister (CDU)
Ganz nebenbei gefragt: Was ist denn nun mit der Verschärfung des Waffengesetzes? Da sollte doch einiges geschehen? Die Innenministerkonferenz hat es bestätigt? Wo sind denn dann die Konsequenzen? Ja, ein Verbot von Paintball wurde ja angestrengt und inzwischen fallen gelassen, aber mal im Ernst: Was ist denn im Bezug auf echte Waffen getan worden? Die Amokläufer haben weder mit virtuellen, noch mit Paintball-Pistolen Menschen getötet, beides wollte man inzwischen verbieten.
Die letzte Änderung im deutschen Waffengesetz (WaffG) fand übrigens am 1. April 2008 statt und betraf vor allem Hieb- und Stichwaffen, sowie Taser und Scheinwaffen. Maßnahmen im Bezug auf echte Schusswaffen scheinen ja mehr Zeit zu haben, als ein Verbot von Killerspielen.
Oder irre ich mich und es ist ein Gesetz oder eine Verschärfung auf dem Weg?
Kann es sein, dass die Hauptwählerschaft eher unter den Sportschützen in den Schützenvereinen anzutreffen ist, als bei den Jugendlichen Killerspiele-Spielern?
via: Basic Thinking, Welt.de
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